Rürup Rente

Die Rürup Rente wird auch als Basisrente bezeichnet und wurde als Pendant zur Riester Rente im Jahr 2005 eingeführt. Von der Rürup Rente profitieren vor allem Personen, die nicht in den Genuss der Riester-Förderung kommen, da sie nicht Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung sind.

Die Rürup Verträge richten sich daher vor allem an Selbständige und Freiberufler. Aber auch für andere Sparer, die während der Ansparphase ein hohes steuerpflichtiges Einkommen haben, kann sich der Abschluss eines Rürup Vertrages lohnen. Ihren Namen verdankt die im Jahr 2005 eingeführte Altersvorsorge dem Ökonomen Bert Rürup, der zwischen 1999 und 2001 Mitglied im Expertenkreis der Bundesregierung zur Rentenreform war.

Vergleich

Bei einem Vergleich stehen die Rentenzusage und der Anlageerfolg des Anbieters an erster Stelle. Darüber hinaus sollten die Verträge flexibel und transparent gestaltet sein. Wer unterschiedliche Angebote vergleicht, sollte einen Blick auf die Höhe der Abschluss- und Verwaltungskosten werfen.

Rechner

Im Netz stehen verschiedene Rürup Rechner zur Auswahl. Neben der gewünschten Rentenhöhe und dem Beginn der Rentenzahlung muss hier auch die zugehörige Berufsgruppe angegeben werden. Sinnvoll ist es, einen unabhängigen Rechner zu nutzen, der mehrere Angebote unverbindlich vergleicht.

Vorteile und Nachteile

Besonders Selbständige und Freiberufler haben Vorteile durch den Abschluss einer Rürup Rente. Für diese Personengruppe machen sich positive Steuervorteile bemerkbar. Nachteilig ist die Versteuerung der Rente bei Auszahlung.

Rendite

Die Rendite ist abhängig von der gewählten Anlageform. Werden die Beiträge fondsgebunden angelegt, so investiert der Anbieter Kundengelder auch in riskantere Anlageformen wie Aktien, Dabei winken höhere Renditen, jedoch sind auch Verluste möglich. Bei der klassischen Anlageform wird sicherheitsorientiert anlegt. Das verspricht eine geringere Rendite, birgt jedoch kein Risiko.

Test

Die Zeitschrift “Finanztest” hat in der Ausgabe 12/2011 insgesamt 62 Rürup-Anbieter unter die Lupe genommen. Dabei ergaben sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften, insgesamt fünf Angebote wurden mit “gut” bewertet. Der Anbieter sollte über ein Zertifikat des Bundeszentralamtes für Steuern verfügen.

Steuer

Während der Ansparphase können Rürup-Beiträge steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bei Einführung der Rente im Jahr 2005 konnten 60 Prozent der Beiträge abgesetzt werden. Seitdem steigt der Prozentsatz jährlich um 2 Prozent an, bis in 2040 der volle Beitrag absatzfähig ist. Wird die Rente später ausgezahlt, müssen die Auszahlungsbeträge versteuert werden. Auch hier wird seit 2005 gestaffelt.

Selbständige

Insbesondere für Selbständige lohnt sich die Anlage in einem Rürup Vertrag aufgrund der Möglichkeit, die Beiträge als Sonderausgaben geltend zu machen. Gerade Freiberufler oder andere Selbständige, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, können so privat fürs Alter vorsorgen.

Basisrente

Die Rürup Rente wird auch als Basisrente bezeichnet. Eingeführt wurde diese Rentenvariante um auch Personen, die nicht pflichtversichert sind, eine steuerlich begünstigte Altersvorsorge zu ermöglichen. Namensvetter ist Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup.

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