Rürup Rente Steuer

Während der Ansparphase können Rürup Beiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Davon profitieren vor allem Besserverdienende und Selbständige. Für Personen, die kaum Steuern zahlen, lohnt sich ein Rürup Vertrag nicht.

Steuerlich gefördert werden die folgenden Varianten der Rürup Renten:

  • die klassische Rentenversicherung
  • eine fondsgebundene Rentenversicherung
  • ein Fondssparplan

Damit die Rürup Einzahlungen von der Steuer abgesetzt werden können, müssen einige Auflagen erfüllt sein. Nur dann erhalten die Anbieter eine entsprechende Zertifizierung der Verträge:

  • die Auszahlung der Rente darf erst mit 60 Jahren beginnen, für Verträge ab 2012 gilt die Grenze von 62 Jahren
  • keine Einmalauszahlung
  • keine Vertragskündigung
  • keine Vererbung oder Beleihung des Vertrages
  • das Rürup-Kapital ist pfändungssicher

Ab 2040 können 100 Prozent abgesetzt werden

Maximal können Alleinstehende einen Betrag von 20.000 Euro geltend machen, für Verheiratete gilt ein Maximalbetrag von 40.000 Euro. Dabei hat der Gesetzgeber seit Einführung der Rürup Rente im Jahr 2005 eine Staffelung der absetzbaren Sonderausgaben vorgesehen. Vom eingezahlten Betrag waren im Jahr 2005 maximal 60 Prozent als Sonderausgaben absetzbar, bis zum Jahr 2025 soll der prozentuale Anteil sukzessive auf 100 Prozent erhöht werden. Dabei gilt für die künftigen Jahre folgende Regelung:

Steuerjahr Prozentualer Anteil
2013 76 Prozent
2014 78 Prozent
2015 80 Prozent
2016 82 Prozent
2017 84 Prozent
2018 86 Prozent
2019 88 Prozent
2020 90 Prozent
2021 92 Prozent
2022 94 Prozent
2023 96 Prozent
2024 98 Prozent
2025 100 Prozent

Versteuerung der Rentenauszahlung

Während der Auszahlungsphase der Rente müssen die Auszahlungsbeträge versteuert werden. Dabei mussten im Jahr 2005 zunächst 50 Prozent der ausgezahlten Beträge als steuerpflichtiges Einkommen angegeben werden. Bis zum Jahr 2040 steigt dieser Betrag jährlich um 2 Prozent an, so dass ab 2040 die ausgezahlten Rürup Renten Beträge voll versteuert werden müssen.

Auch Beamte und Angestellte profitieren

Nicht nur Selbständige können die Beiträge zur Rürup Rente steuerlich geltend machen. Auch Angestellte oder Beamte können die Vorsorgeaufwendungen, die in einen Rürup Vertrag eingezahlt werden, in der Steuererklärung angeben. Dabei werden jedoch von den geltenden Höchstbeträgen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Abzug gebracht. Für Beamte wird ein fiktiver Beitrag zur Rentenversicherung angesetzt. Ein Rürup Vertrag zur Minderung der eigenen Steuerlast lohnt sich nur bei Besserverdienern.

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