Kurzarbeit nimmt stetig zu
Mittwoch, 13. Mai 2009Deutschland spürt, wie viele andere Länder auch, die Folgen der Wirtschaftskrise. Vor allem die exportabhängigen Branchen müssen mit Auftragseinbußen und sogar Verlusten kalkulieren. Um einen Anstieg der Arbeitslosen zu verhindern, hat die Bundesregierung für Unternehmen seit einiger Zeit die Möglichkeit geschaffen, Kurzarbeit jetzt für einen Zeitraum von 18 Monaten zu beanspruchen.
Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Mitarbeiter in Zeiten niedriger Auftragseingänge für einen Zeitraum von 18 Monaten nur teilweise oder auch gar nicht mehr beschäftigen müssen. Für die Ausfallzeiten erhalten die Mitarbeiter das Kurzarbeitergeld vom Arbeitsamt, dass den Einkommensdifferenz je nachdem, ob Kinder versorgt werden müssen, zu 60-67% ausgleicht. Zwar handelt es sich hierbei um mitunter starke Einkommensverluste, die sich wohl auch auf den späteren Konsum auswirken werden, trotz dessen können die Mitarbeiter gehalten werden, um am späteren Aufschwung wieder teilzunehmen.
Aktuell wird die Anzahl der Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind, auf etwa 1,4 Millionen. Geht man davon aus, dass durch den Einsatz der Kurzarbeit etwa ein Drittel der Arbeitszeit ausgeglichen werden kann, wäre die Arbeitslosenzahl wohl um etwa 450.000 Menschen höher. Somit konnte auch eine Zunahme der Arbeitslosenzahl im April verhindert werden.
