Tagesanleihe des Bundes vs. Tagesgeld der Banken
Freitag, 5. Juni 2009Seit einiger Zeit können Anleger, die kurzfristig orientiert sind, nicht mehr nur die Tagesgeldkonten der Banken, sondern auch die Tagesanleihe des Bundes nutzen. Diese Tagesanleihe ist dabei ein staatliches Produkt, welches als festverzinsliches Wertpapier zur Verfügung steht.
In der Anlage sowie der Verwaltung sind beide Produkte sehr ähnlich. So können Anleger in beiden Fällen täglich ohne Kündigung über ihr Geld verfügen, Einzahlungen sind ebenfalls flexibel möglich. Selbst das Einrichten von Sparplänen wird angeboten. Bei Verfügungen erfolgt die Transaktion des Guthabens auf ein vorher benanntes Referenzkonto, für das mitunter auch das Girokonto genutzt wird. Da die Tagesanleihe jedoch ein festverzinsliches Wertpapier ist, kann es nur im Depotkonto der Bank oder dem Schuldbuchkonto bei der Deutschen Finanzverwaltung eröffnet werden. Bei der Verwahrung bei der Bank würden dann noch Depotgebühren berechnet werden.
Ein weiterer großer Unterschied beider Anlagen ist die Verzinsung. Dabei setzt die Tagesanleihe auf den Interbankenzins EONIA, von dem je nach Marktlage einige Prozentpunkte abgezogen werden. Beim Tagesgeld hingegen ist in erster Linie die Anlagepolitik der Bank ausschlaggebend für die Höhe des Zinses, er ist aber auch an den Leitzins gekoppelt. Durch diese unterschiedliche Politik können Anleger bei der Tagesanleihe derzeit nur etwa 0,5% p.a. erzielen, für Tagesgelder werden hingegen noch immer bis zu 4% p.a. gezahlt.
