Deutsche legen wieder bei ausländischen Instituten an

Donnerstag, 11. Juni 2009

Die Deutschen sind sicherheitsorientierte Sparer. Aus diesem Grund wurden Geldanlagen bei ausländischen Instituten aufgrund der beschränkten Einlagensicherung seit dem Zusammenbruch der isländischen Kaupthing Bank nur noch moderat vorgenommen.

Durch die Finanzkrise sind jedoch die Zinsen in Deutschland stark gesunken, vor allem für Festgeld und Tagesgeldkonten werden nur noch geringe Zinssätze bezahlt. Besser sieht es da bei ausländischen Banken, insbesondere bei niederländischen Instituten, aus. Sie gewähren ihren Anlegern nach wie vor Zinssätze von bis zu 4% p.a., sowohl auf Tages- als auch auf Festgeld.

Seit einigen Wochen wenden sich daher wieder vermehrt Anleger diesen Banken zu und legen ihr Geld dort an. In einigen Fällen werden die Beiträge auch gesplittet, so dass die Anlagesumme pro Institut nur relativ gering ist. Neben den höheren Zinssätzen ist ein Grund für die Aufgabe der Zurückhaltung sicher auch die erhöhte Einlagensicherung in den Niederlanden. Aktuell sichert das Land Einlagen von Sparern gesetzlich bis zu einer Höhe von 100.000 Euro, der Höchstbetrag in Europa.