Anleger von Lehmann-Zertifikaten werden entschädigt
Montag, 22. Juni 2009Die viertgrößte Investmentbank der USA, Lehmann Brothers, musste im September 2008 Insolvenz anmelden. Davon betroffen waren zahlreiche deutsche Sparer, die Zertifikate der Bank erworben hatte, die jetzt praktisch wertlos geworden sind.
Nachdem in den letzten Monaten vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken wegen Beratungsfehlern sowie der Vernachlässigung des Emittentenrisikos ihre Anleger entschädigt hatte, entschied sich jetzt auch die Citibank als einer der größten Verkäufer dieser Zertifikate für die Zahlung von Entschädigungsleistungen. Insgesamt sollen rund 27 Millionen Euro an die Kunden ausgezahlt werden.
Die Höhe der Entschädigung kann jedoch nicht pauschal genannt werden. Je nachdem, wie viel Erfahrung der Anleger bereits mit dem Kauf von Zertifikaten gesammelt hatte bzw. wie alt ein Kunde ist, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Auch Anleger, die nicht gegen die Bank klagen können oder wollen, sollten von dieser Regelung der Entschädigung profitieren. Insgesamt liegen die Entschädigungsquoten zwischen 30-80%, so dass der Verlust in jedem Fall nicht vollständig ausgeglichen wird. Einige Anleger werden dabei sogar gänzlich leer ausgehen.
