Unternehmensanleihen mit Risiko
Samstag, 25. Juli 2009Durch die Finanzkrise und den damit verbundenen Rückgang der Umsätze haben es viele Unternehmen schwer, Kredite von ihrer Bank zu bekommen. Die Alternative zur Bankfinanzierung ist die Ausgabe von Unternehmensanleihen. Diese fest verzinslichen Wertpapiere können von den Unternehmen zur Finanzierung verschiedener Investitionen genutzt werden, ohne dass Anleger, wie etwa bei Aktien, ein Mitspracherecht erhalten würden.
Doch nicht nur bei den Unternehmen, auch bei Anlegern sind Unternehmensanleihen beliebt, denn sie bieten oft eine weitaus höhere Verzinsung als vergleichbare Bundeswertpapiere oder Festgelder der Banken.
Der Grund für die höheren Zinsen ist jedoch auch das mit dem Kauf von Unternehmensanleihen höhere Risiko. So gehen Anleger grundsätzlich das Risiko ein, dass die Emittenten der Papiere zum Ende der Laufzeit insolvent sind. Somit wären nicht nur die Zinsen, sondern auch ein Großteil der Einlage verloren.
Es ist daher wichtig, sich vor dem Kauf von Anleihen über das Unternehmen und seine Bonität zu informieren. Je besser die Bonität von externen Ratinggesellschaften eingeschätzt wird, desto geringer ist das Risiko. Allerdings werden bei erstklassigen Unternehmen auch nur moderate Zinsen gezahlt, denn höhere Zinsen bedeuten für Anleger einen Risikoausgleich.
