Reform des Einlagensicherungsfonds geplant

Dienstag, 22. September 2009

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken sichert das Guthaben von Sparern im Fall einer Insolvenz ihrer Bank. Das „Manager Magazin“ berichtet jetzt jedoch von einer geplanten Reform der Einlagensicherung, die in Bankenkreisen wohl bereits heftig diskutiert wird.

Zu den geplanten Änderungen gehören wohl die derzeitigen Haftungsgrenzen, die bei einigen Instituten bei mehreren Millionen Euro pro Kunde liegen. Diese Haftungsgrenzen sollen jetzt deutlich reduziert werden, um so die Finanzierbarkeit eventueller Bankinsolvenzen sicherzustellen. Schließlich wäre das Guthaben des Einlagensicherungsfonds bei größeren Insolvenzen in keinem Fall ausreichend, schon bei der Insolvenz der Lehmann Brothers Bank, deren deutsche Tochtergesellschaft dem Fonds angeschlossen war, gab es wohl Finanzierungsprobleme.

Ebenfalls in der Diskussion stehen die Tochtergesellschaften ausländischer Banken. Ob diese weiterhin dem Einlagensicherungsfonds angehören können, soll in den kommenden Monaten geklärt werden. Letztlich wird auch eine veränderte Lastenverteilung diskutiert, denn aktuell wird die Finanzierung vor allem von den beiden deutschen Großbanken Commerzbank und Deutsche Bank gewährleistet. Eine offizielle Verlautbarung des Bundesverbandes in Bezug auf diese Änderungen gibt es bis heute jedoch nicht.