Auskünfte der Schufa und anderen Auskunfteien häufig falsch
Donnerstag, 24. September 2009Bei Kreditvergaben prüfen die Banken die Bonität ihrer Kunden nicht nur anhand von Gehaltsnachweisen oder Bilanzen, sondern es werden auch externe Auskunfteien wie etwa die Schufa oder Kreditreform abgefragt. Anhand dieser Daten können die Banken erkennen, welche sonstigen Bankprodukte vom Kunden genutzt werden und ob bereits bestehende Kredite ordnungsgemäß bedient werden.
Diese Daten sowie der von der Schufa separat entwickelte Schufa-Score werden dann in das bankinterne Scoring einbezogen, welches Maßgabe für die Kreditvergabe sowie für den von der Bank berechneten Zins ist.
Bei einer Untersuchung der gespeicherten Daten wurde dabei jedoch bemerkt, dass zahlreiche Fakten falsch oder mangelhaft waren. So waren beispielsweise Kredite, die bereits seit langer Zeit zurückgezahlt waren, noch immer als aktiv gespeichert.
Dies verändert natürlich den Score-Wert dramatisch, so dass weitere Kreditvergaben nicht mehr möglich sind bzw. die Zinssätze der Banken nach oben korrigiert werden. Für den Kunden können derartige Fehler damit weitreichende Folgen haben. Bundesverbraucherministerin Aigner forderte daher die Auskunfteien kürzlich auf, ihre Daten zu prüfen und diese Missstände so schnell wie möglich zu korrigieren.
