Anleger ziehen Geld aus Liechtenstein ab

Dienstag, 29. September 2009

Liechtenstein war lange Jahre ein Paradies für Anleger, denn hier konnten hohe Erträge erzielt werden, ohne dass der deutsche Fiskus hiervon erfuhr. Seit dem Fall Zumwinkel jedoch legen immer weniger Menschen ihr Geld in Liechtenstein an, denn sie haben Angst vor den deutschen Steuerbehörden. Doch auch die Diskussion um das Bankgeheimnis, welches künftig aufgeweicht werden soll, macht den Finanzplatz unattraktiver.

Liechtenstein war vor allem wegen des hier geltenden Stiftungsrechts, den niedrigen Steuern sowie dem umfassenden Bankgeheimnis für Vermögende, aber auch für Steuerhinterzieher interessant. Seit Februar 2008 ist der Geldzufluss jedoch erebbt, der Skandal um den ehemaligen Post-Vorstand schreckte die Anleger ab. Das Bankgewerbe, dass in den Jahren 2001 – 2007 um mehr als 40% wuchs, muss nun mit geringeren Wachstumszahlen leben, der Geldzufluss brach im ersten Halbjahr 2008 sogar um 94% ein. Treuhänder und Banken fürchten seither um ihre Existenz.