Immer häufigere Fondszusammenschließungen

Freitag, 2. Oktober 2009

Die deutsche Fondsbranche war lange Zeit eine Vorzeigebranche, denn sie wuchs mit zweistelligen Wachstumsraten. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise jedoch ziehen immer mehr Kunden ihr Geld aus Investmentfonds ab, so dass gerade kleinere Fonds nicht mehr überlebensfähig sind.

Die Fondsgesellschaften reagieren auf diese Mittelabflüsse zuerst natürlich mit Fondsschließungen sowie mit Zusammenlegungen verschiedener, ähnlich gearteter Fonds.

Allein die Allianz, einer der größten Anbieter für Investmentfonds, will bis Jahresende 2009 etwa 109 Fonds streichen. Auch die Tochter der Deutschen Bank, die DWS Investmentgesellschaft, wird bis Jahresende wohl etwa 100 Fonds schließen.

Doch nicht allein die Finanzkrise ist für die Krise im deutschen Fondsmarkt verantwortlich. Die Streichungen von Fonds sind auch eine Reaktion darauf, dass einige Fonds bei den Anlegern einfach nicht nachgefragt wurden. So haben die Fondsgesellschaften in den letzen Jahren zahlreiche Spezialitätenfonds aufgelegt, weil sie ihren Kunden ein umfassendes Produktangebot bieten wollten. Die Nachfrage nach diesen Produkten wurde jedoch nicht geprüft. Gerade auf bestimmte Branchen oder Länder spezialisierte Fonds werden daher heute geschlossen.