Barmer und Gmünder fusionieren zur größten Krankenkasse

Montag, 28. September 2009

Die gesetzliche Krankenversicherung ist um eine Fusion reicher. Bereits zum kommenden Jahr sollen die Barmer und die Gmünder Ersatzkasse fusionieren. Unter dem neuen Namen Barmer-Gmünder wird die Versicherung anschließend ca. 8,6 Millionen Versicherte betreuen. Das Filialnetz wird künftig 1.100 Geschäftsstellen sowie 19.500 Mitarbeiter umfassen.

Was ändert sich dadurch für die Mitglieder? Außer einem Namenswechsel zur Barmer-Gmünder werden die Mitglieder der beiden Krankenkassen keine großen Änderungen zu erwarten haben. Da seit dem Start des Gesundheitsfonds alle gesetzlichen Krankenkassen einen einheitlichen Beitragssatz von 14,9 Prozent haben, wird dieser auch nach der Fusion bestehen bleiben. Ein möglicher Zusatzbeitrag, der von einigen Krankenkassen zum Jahreswechsel erwartet wird, soll es bei der Barmer-Gmünder zunächst nicht geben.

Der Trend zu Fusionen ist von der Bundesregierung unter Ulla Schmidt durchaus gewünscht. Die Gesundheitsministerin sieht eine Zahl von 30-50 Versicherungen als völlig ausreichend. Die größere Krankenkassen könnten von einer stärkeren Verhandlungsmacht profitieren und bessere Verträge mit den Pharmakonzernen aushandeln.