Vorteile einer Kreditkarte
Mittwoch, 21. Oktober 2009Wer viel unterwegs ist, kommt kaum daran vorbei, sich eine Kreditkarte anzuschaffen. Sie hat entscheidende Vorteile: Reisende können mit ihr nicht nur in über 240 Ländern weltweit bargeldlos bezahlen, sondern auch Online-Transaktionen durchführen und sogar an Geldautomaten Geld abheben. In Ländern wie den USA geht außerdem ohne sie praktisch nichts mehr.
Eine klassische Kreditkarte räumt ihrem Inhaber tatsächlich einen Kredit ein, das heißt, dass die Bank beim Einkauf des Kunden zunächst die Zahlung vorstreckt und erst einige Wochen später das Kundenkonto belastet. Der Karteninhaber kann sich dann dafür entscheiden, ob der den Betrag einmalig tilgen möchte oder eine verzinste Ratenzahlung wählt. Das kann gerade dann von Vorteil sein, wenn er seine Urlaubskasse stärker als geplant strapaziert hat. Kreditkartenbesitzer haben dazu immer einen guten Überblick über ihre Ausgaben, da die Bank jede Buchung in einer monatlichen Abrechnung genau auflistet. Das bietet gerade bei regelmäßigen Ausgaben große Kostenkontrolle, wie etwa beim Tanken. Gleichzeitig kann zum Beispiel der Urlauber leicht gemeinsame Reisekosten mit seinen Mitreisenden im Nachhinein abrechnen.
Aber die Kreditkarte hat neben Bequemlichkeiten vor allem entscheidende Sicherheitsvorzüge zu bieten. Mit Bargeld auf Reisen zu gehen, ist zweifelos riskant, denn bei Verlust ist es es in der Regel unwiederbringlich verloren. Kein Geldinstitut und keine Versicherung der Welt ersetzen es, egal ob es nur unbemerkt aus dem Portmonee gefallen ist oder gestohlen wurde. Mit einer Kreditkarte kann der Verbraucher mit kleinen Bargeldbeträgen auf Achse gehen und sich lästige Währungswechsel ersparen. Und geht die Karte einmal verloren, kann er sie unverzüglich telefonisch sperren. Meist bieten Banken außerdem noch eine eigene Service-Nummer an und machen es so Betrügern denkbar schwer, das Konto zu plündern. Niedrige Haftungsgrenzen von bis zu 75 Euro schützen zusätzlich größere finanzielle Schäden, auch wenn der Reisende den Verlust erst spät bemerkt. Ergänzend können Kunden von Gold- oder Premium-Kreditkarten Versicherungspakete abschließen, die gegen Missbrauch schützen. Jedoch ganz auf feste Währungsmittel verzichten, sollten Reisende auch nicht. Verbraucherschützer empfehlen in der Regel, etwa soviel Geld mit zum Urlaubsort zunehmen, wie sie am Tag ihrer Anreise benötigen. Darüber hinaus raten sie zu einem Mix aus möglichst verschiedenen Zahlungsmitteln.
Um unnötige Ausgaben zu sparen, sollten alle Kreditkartenbesitzer einiges beherzigen, denn den Komfort gibt es selbstverständlich nicht umsonst. Die Banken berechnen fürs Bargeldabheben am Automat eine Gebühr, die bis zu vier Prozent der abgehobenen Summe ausmachen kann. Wer außerhalb der Eurozone mit der Kreditkarte Geld abhebt muss dazu eine zusätzliche Gebühr von ein oder zwei Prozent bezahlen. Der Besitz ist dazu mit laufenden Kosten verbunden: Für seine Kreditkarte bezahlt der Inhaber zunächst einen Jahrespreis, der je nach Modell bis zu 140 Euro im Jahr betragen kann. Gelegenheitsnutzer sollten deshalb zunächst das Angebot der Hausbank prüfen, denn einige Kreditinstitute bieten sogar kostenlose Kreditkarten mit einem Girokonto an. Kostenfreie Alternativen können außerdem die FlexibleCard der Hypovereinsbank oder die Mastercard der KarstadtQuelle Bank sein. Wer seine Karte regelmäßig als Zahlungsmittel nutzt, sollte darauf achten, dass er von speziellen Angeboten profitiert, so erhalten zum Beispiel Autofahrer mit Barclays-Karten Tankrabatte. Für Vielreisende kann die Citi Travel Pass Card mit seinem Versicherungspaket sehr attraktiv sein. Vor Anschaffung einer Kreditkarte sollten Verbraucher deshalb sorgfältig den angebotenen Komfort und die Kosten vergleichen, um auch von allen Kreditkartenvorteilen zu profitieren.
