Kritik an kapitalgedeckter Altersvorsorge

Dienstag, 17. November 2009

Die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft bedingt in Zukunft höhere Ausgaben für die Altersvorsorge, Pflege und Gesundheit. Im Zuge der Altersvorsorgereformen der Jahre 2000 bis 2007 wurde in Deutschland mit der Riester Rente eine staatlich geförderte und kapitalgedeckte private Altersvorsorge eingeführt, um das gesetzliche Rentenversicherungssystem zu entlasten. Doch welches System ist für diesen Wandel am besten gerüstet?

Eine neue Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung zieht diese strukturellen Reformen nun in Zweifel. “Gesamtwirtschaftlich gesehen wäre es effizienter gewesen, die Stärken der gesetzlichen Rente zu erhalten und das Umlagesystem über weitere Steuertransfers zu unterstützen.”

“Die Finanzierung dieser höheren Ausgaben lässt sich durch einen Übergang zu einem kapitalgedeckten Rentensystem, in dem zuvor ein Kapitalstock angespart wird, auch nicht besser bewältigen als im traditionellen Umlagesystem”, resümieren die Forscher der Stiftung.

Die gesammelten Ergebnisse und Thesen können Sie Bericht “Gesamtwirtschaftliche Folgen des kapitalgedeckten Rentensystems. Zwischen Illusion und Wirklichkeit” nachlesen.

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