Private Krankenversicherung 2010

Montag, 4. Januar 2010

Der Jahrewechsel bringt traditionell viele Änderungen mit sich, die im Laufe des Jahres auf politischer Ebene beschlossen wurden. So müssen Versicherte der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung auch im Jahr 2010 auf einige grundlegende Änderungen und einige Anpassungen achten.

Einführung des Bürgerentlastungsgesetz

Ab dem Jahr 2010 können privat und gesetzlich Versicherte einen Großteil ihrer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge von der Steuer absetzen. Insgesamt hat der deutsche Staat im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetz Steuererleichterungen in Höhe von 10 Milliarden vorgesehen. Vor allem privatversicherte Familien mit Kindern können profitieren. Hintergrund der Rechtsänderung ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Darin hatte das höchste Gericht das bisherige Steuerrecht im Hinblick auf Privatversicherte für unvereinbar mit dem Grundgesetz erklärt. Die Aufwendungen für den Basisschutz der Krankenversicherung sind nun in voller Höher abzugsfähig. Wer einen Basistarifabgeschlossen hat, kann seine Beiträge also vollständig anrechnen.

Höhere Gehaltsgrenze

In Deutschland gibt es mit der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zwei Sicherungssysteme im Krankheits- und Pflegefall. Während Selbständige, Beamte, Freiberuflier und unter Umständen auch Studenten flexibel zwischen den Systemen wählen können, müssen Angestellte eine bestimmte Gehaltsgrenze überschreiben. Diese so genannte Jahresarbeitsentgeldgrenze oder Versicherungspflichtgrenze wurde für das Jahr 2010 auf 49.950 Euro erhöht. Beachten sollten Verbraucher dabei, dass diese Grenze seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 nicht nur ein Jahr sondern insgesamt 3 Jahre überschritten werden muss, bevor ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich ist.

Preiserhöhungen und Zusatzbeiträge erwartet

Das Gesundheitssystem wird seit Jahrzehnten stetig teurer. Sowohl die gesetzlichen als auch privaten Krankenkassen reagieren mit Beitragserhöhungen. Während Versicherte zahlreicher gesetzlicher Krankenversicherungen im nächsten Jahr mit Zusatzbeiträgen rechnen müssen, haben auch viele Private Krankenkassen höhere Beiträge angekündigt. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wollen die Versicherungsgesellschaften ihre Beiträge um durchschnittlich drei bis zehn Prozent anheben.

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