Kunden der GEK erleiden Nachteile durch Fusion

Dienstag, 19. Januar 2010

Zum 01. Januar 2010 hat sich mit dem Zusammenschluss der beiden gesetzlichen Krankenversicherungen Barmer und GEK ein neuer Branchen-Riese hervorgetan.

Doch was bedeutet der Zusammenschluss für die insgesamt 8,5 Millionen Versicherten der beiden Krankenkassen? Die Stiftung Warentest ist dieser Frage nachgegangen und hat die Satzung und Leistungen der neuen Barmer GEK mit den vorherigen Gesellschaften verglichen.

Die Finanztest kommt zu dem Ergebnis, dass Kunden der Barmer von dem Zusammenschluss profitieren. Kunden der GEK dagegen müssen durch die Fusion mit Einbußen rechnen.

Nachteile ergeben sich für ehemalige Kunden der GEK bei der häuslichen Krankenpflege. Wurden bislang 182 Tage bezahlt, wenn durch die häusliche Pflege eine Krankenhausbehandlung vermieden oder verkürzt wurde, so sind es seit der Fusion nur noch maximal 28 Tage.

Auch beim Thema Hautkrebsscreening gibt es Kürzungen in der neuen Gesellschaft. Die GEK bot ihren Mitgliedern außer in Hessen ein erweitertes Screening auch unter 35-Jährigen jährlich an. Nun ist dies auf eine Untersuchung alle zwei Jahre reduziert worden