Geringere Arbeitslosigkeit durch Investitionen in Bildung
Freitag, 12. Februar 2010Die Notwendigkeit von Investitionen in die Bildung und Bildungssysteme wird heute von fast allen Politikern einheitlich geteilgt. Doch welche Ergebnisse liefern solche Investitionen für die Gesellschaft.
Das Deutsche Insitut für Wirtschaft ist diese Frage nachgegangen und befindet: Investitionen in Bildung lohnen sich – und zwar noch deutlich mehr als bisher angenommen.
Bildungsrendite bedeutet in diesem Fall üblicherweise: Wer eine längere und aufwändigere Ausbildung absolviert, der verzichtet währenddessen auf einen Teil seines Gehalts und erhält dafür später umso mehr. In Deutschland liegt eine solche Bildungsrendite nach Angaben der OECD zwischen 6 und 10 Prozent. Vergleicht man diese Zahlen mit den üblichen Zinsen am Kapitalmarkt, so kann man von einer attraktiven Rendite sprechen.
Doch nicht nur Bürger profitieren von mehr Bildung und erzielen eine Bildungsrendite. Auch der Staat kann durch mehr und verbesserte Bildung profitieren. Dabei fällt insbesondere das Plus an Steuereinnahmen ins Gewicht. Die Rendite liegt in Deutschland dabei durchschnittlich bei etwa sieben Prozent.
Durch die Berücksichtigung der Arbeitslosigkeit steigen nicht nur die privaten, sondern auch die fiskalischen Bildungsrenditen weiter an. Weniger Arbeitslose kosten den Staat weniger Geld in Form von Sozialausgaben. „Die Bildungsrenditen liegen in Deutschland über den Finanzierungskosten des Staates“, sagt Viktor Steiner und folgert daraus: Eine Ausweitung der staatlichen Bildungsinvestitionen ist ökonomisch wie gesellschaftlich sinnvoll.
