Bundeshaushalt 2009 veröffentlicht

Mittwoch, 24. Februar 2010

Das vorläufige Ergebnis des Bundeshaushaltes für das vergangene Jahr 2009 ist nicht so negativ, wie von vielen Experten erwartet worden ist, besonders unter Berücksichtigung der Tatsache, dass 2009 eine große Wirtschaftskrise herrschte.

So betrug die Nettokreditaufnahme zum Beispiel „nur“ 34,1 Milliarden Euro, was eine Unterschreitung des Planwertes von rund 15 Milliarden Euro bedeutet.

Hauptgrund für diese geringere Neuverschuldung ist vor allen Dingen die sich relativ schnell erholende Wirtschaft. Allerdings muss auf der anderen Seite auch festgehalten werden, dass neben dem Bundeshaushalt in Form diverser Sondervermögen dennoch 2009 die höchste Neuverschuldung des Staates in der Geschichte aufgetreten ist.

Die Steuereinnahmen entwickelten sich in 2009 ebenfalls positiv und lagen mit einer Summe von 227,8 Milliarden Euro ca. 850 Millionen Euro über dem Wert, den man mittels der Steuerschätzung prognostiziert hatte. Aber nicht nur die erhöhten Einnahmen trugen zur Gesamtentlastung des Haushaltes bei, sondern auch geringere Ausgaben als eigentlich geplant wirkten sich positiv aus.

So stehen auf der Ausgabenseite nach dem vorläufigen Ergebnis rund 11 Milliarden Euro weniger Ausgaben als ursprünglich geplant, der Wert liegt konkret bei 292,3 Milliarden Euro. Besonders der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat maßgeblich dazu beigetragen, die Stabilität der Finanzmärkte in Deutschland zu gewährleisten.