Zusatzbeiträge: Zumutung für die Mitglieder der Krankenkassen

Sonntag, 7. März 2010
Anzeige

Die neue Studie „Health Care Monitoring 2010“ bestätigt, was jeder bereits zumindest vermutet hat. Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) stoßen bei den Versicherten auf wenig Gegenliebe. Doch das tatsächliche Ausmaß der Verärgerung zeigt sich an den realen Zahlen der Studie, denn 90 Prozent der Befragten äußerten ihren Unmut über das Vorgehen der Krankenkassen. Als „skandalös“ bezeichneten die Zusatzbeiträge sogar 82 Prozent der Versicherten.

Top-Krankenversicherungsschutz: Private Krankenversicherung

Die Studie wurde vom Markforschungs- und Beratungsinstitut YouGovPsychonomics AG durchgeführt. An der repräsentativen Befragung nahmen 800 Bundesbürger teil, die zu den Themen Zusatzbeiträge, Wechselbereitschaft und die Einschätzung der eigenen Krankenkasse interviewt wurden. Die Versicherten konnten aus ihrer Sicht deutlich die Gründe für die Erhebung der Zusatzbeiträge benennen. 36 Prozent sahen verfehlte Gesundheitspolitik, 28 Prozent schlechtes ökonomisches Wirtschaftsmanagement der Krankenkassen in der Verantwortung. Für ein Fünftel der Befragten sind die überhöhten Preise der Pharmahersteller Schuld an der Erhebung von Zusatzbeiträgen.

Klage führten die Versicherten über das Kommunikationsverhalten ihrer Krankenkasse. Es gab keinerlei Mitteilungen oder Ankündigungen. Die meisten GKV-Mitglieder sind von den Medien über die Tatsache informiert worden, dass ihre Krankenkasse mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommt. Insgesamt 60 Prozent der Befragten stellten ihrer Krankenkasse nur ein mittelmäßiges oder sogar sehr schlechtes Zeugnis aus was Information, Aufklärung und Kommunikation angeht.

Anzeige