Verbrauchertäuschung: Partner der Bundesnetzagentur

Freitag, 26. März 2010

Ein neuer Trick der Abzocker: Unternehmen bieten ihre Dienste per Brief oder per Telefon an und behaupten, sie seien Mitarbeiter oder Partner der Bundesnetzagentur. Ihre angebliche Dienstleistung: Die Bekämpfung von Datenmissbrauch. Natürlich ist diese Leistung kostenpflichtig.

Was sich zunächst recht sinnvoll anhört, entpuppt sich als reine Abzocke. Die Beworbenen werden aufgefordert, ihre Bankdaten anzugeben, damit der Beitrag abgebucht werden kann. Mit der angeblichen Partnerschaft zur Bundesnetzagentur sollen die betrügerischen Absichten verschleiert und Seriosität vorgegaukelt werden.

Die Bundesnetzagentur hat zum Beispiel Schreiben von einer Firma VDS-24 aus Hilden vorliegen. Dort wird unter Berufung auf die Bundesnetzagentur ein Beitrag von 69 Euro verlangt. Die zahlenden Verbraucher sollen angeblich vor Datenmissbrauch sicher sein. Doch eine Zusammenarbeit mit diesem oder auch anderen Dienstleistungsunternehmen existiert gar nicht. Das Unternehmen VDS-24 ist der Bundesnetzagentur völlig unbekannt. Sollten Verbraucher Werbeanrufe bekommen, so können sie sich direkt und ohne zusätzliche Kosten an die Behörde wenden.

Solche Meldungen sind wichtig, weil so Personen und Firmen, die mit solchen Täuschungsmanövern Geld erschwindeln wollen, identifiziert werden können. Die Bundesnetzagentur mahnt jeden Verbraucher, dass in jedem Fall Vorsicht bei der Weitegabe von persönlichen Daten wie Telefonnummern oder Adressen nötig ist. Vor allem aber sollten Kontoverbindungen nur an zweifelsfrei seriöse Partner gegeben werden. Die Verbraucherzentralen sind gern bereit, bei Unsicherheit und Zweifeln Auskunft zu geben.