Niedrige Zinsen für Hypothekendarlehen

Samstag, 27. März 2010

Das historische Tief der Hypothekenzinsen des Jahres 2005 ist zwar noch nicht erreicht, doch der durchschnittliche Zins für neue Hypothekendarlehen lag zum Jahreswechsel immerhin bei günstigen 4,3 Prozent. Das betrifft Darlehen mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren.

Diese günstige Entwicklung ist den Notenbanken geschuldet. Der Leitzins im europäischen Raum liegt seit August 2009 bei 1 Prozent. Damit soll die Konjunktur auf den Finanzmärkten angekurbelt und gestützt werden.

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Das günstige Zinsniveau wird sich in absehbarer Zeit nicht nach oben bewegen. Die Notenbanken haben zwar bereits angefangen, die gesteigerte Versorgung mit zusätzlicher Liquidität abzubauen. Das geschieht jedoch sehr langsam und vorsichtig, damit die Krise keine neue Nahrung erhält. Also werden die Zinsen kaum schnell ansteigen, zumal sich die Inflation auf einem sehr niedrigen Niveau hält. Frühestens im nächsten Jahr werden die Zinsen wieder steigen. Erst dann wird ein erneutes Aufflackern der Finanzkrise nicht mehr zu befürchten sein.

Wer also eine Immobilie kaufen möchte, kann sich noch eine Weile an den niedrigen Zinsen erfreuen. Doch auf noch drastischere Abwärtsbewegungen sollte sich niemand verlassen. Die aktuell sehr hohe Verschuldung in vielen Ländern hat Auswirkungen. Die Investoren werden bald nicht mehr bereit sein, die Staatsverschuldungen mit einem derartig geringen Zinssatz zu finanzieren. Die Notenbanken müssen dann mit der Zinsanhebung einer Inflation gegensteuern.