Verlust der EC-Karte kann teuer werden

Samstag, 3. April 2010
Anzeige

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat Bankgebühren genauer ins Visier genommen. Dabei ging es um Kosten für außergewöhnliche Ereignisse wie den Verlust der EC-Karte oder einer Sparurkunde. Elf Banken und Sparkassen wurden überprüft.

Zum Vergleich: Kostenlose Girokonten mit EC- und Kreditkarte

Eines war gleich deutlich: Es gibt eklatante Unterschiede zwischen den einzelnen Banken. Wer seine EC-Karte verliert, bekommt bei den Direktbanken ING-DiBa und DKB völlig kostenlos eine neue Karte. Die Postbank verlangt 15 Euro, die Deutsche Bank verlangt ebenfalls Gebühren in dieser Höhe: Fünf Euro für das Sperren der verlorenen Karte, zehn für die neue. Die anderen Institute verlangen zwischen fünf und zehn Euro.

Wem die Kreditkarte abhanden kommt, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Auch hier sind ING-DiBa und DKB kulant. Es gibt Ersatz ohne Kosten. Die die Deutsche Bank kassiert 15 Euro für die Sperrung plus 15 Euro für die Ersatzkarte. Auch die Sparda-Bank West sperrt die Kreditkarte für zehn Euro und verlangt 20 Euro für die neue Karte.

Die Ausgaben für ein neues Sparbuch reichen von 5,10 Euro bei der Deutschen Bank bis zu 30 Euro für die sogenannte “Kraftloserklärung” für ein verlorenes Sparbuch bei der Sparkasse KölnBonn. Ansonsten liegen die Gebühren zwischen 7 und 14 Euro.

Eines gilt grundsätzlich. Zahlen muss nur, wer den Verlust von Karten oder Sparbüchern selbst verschuldet hat. Bei Rückrufaktionen wegen Datenmissbrauch oder anderer interner Fehler müssen Kunden nichts zahlen.

Anzeige