PKV wächst in der Krise

Montag, 5. April 2010
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Mitte März hat Reinhold Schulte, der Vorsitzende des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV), die Branchenzahlen in Berlin bekannt gemacht. Er konnte mit positiven Nachrichten aufwarten.

Die gesetzlichen Krankenkassen sind in diesem Jahr auf staatliche Zuschüsse in zweistelliger Milliardenhöhe angewiesen. Dagegen benötigt die private Krankenversicherung keine staatlichen Gelder und macht keine Schulden. “Kurz und gut: Wir sind und bleiben eine solide wachsende Branche”, versicherte Reinhold Schulte.

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Die Branche hat im Jahr 2009 wiederum die Altersrückstellungen erhöhen können. Sie liegen jetzt bei 144 Milliarden Euro, ein Anstieg um 7,5 Prozent auf das Vorjahr bezogen. Das beweist Stabilität und Bodenständigkeit der Anlagenstrategie. Bei den Zugängen können die privaten Krankenversicherer zufrieden sein und optimistisch in die Zukunft sehen. Im Jahr 2009 gab es 175.000 Neuzugänge in der Krankenvollversicherung. Nach Abzug von Sondereffekten, den Auswirkungen der letzten Gesundheitsreform, bleiben immerhin noch 99.000 neue PKV-Mitglieder.

Insgesamt waren zum Ende des vergangenen Jahres 8,81 Millionen Menschen privat krankenversichert. Zusätzlich konnte die PKV mehr als 21 Millionen Zusatzversicherungen abschließen. Bei den Vollversicherungen bedeutet das einen Zuwachs von 2 Prozent, das Volumen der Zusatzversicherungen stieg um 3,5 Prozent.

Auch die private Pflegeversicherung konnte erhebliche Zuwächse verzeichnen. 165.000 Menschen wollten nicht mehr ohne zusätzliche Absicherung für den Pflegefall sein. Auch auf diesem Sektor kann die PKV mit einem Plus von 12,5 Prozent ihre gute Aufstellung nachweisen.

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