Schimmelbefall: Grund für Mietminderungen

Freitag, 9. April 2010

Mängel in der Mietwohnung sind keine Ausnahme. So das Ergebnis einer Umfrage unter 1.011 Mietern, ausgeführt vom Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von ImmobilienScout24. Danach haben 20 Prozent aller deutschen Mieter ihre Mietzahlung wegen eines Mangels gekürzt.

Dabei stand an allererster Stelle der Befall mit gesundheitsschädlichem Schimmel. 39 Prozent aller Mietminderungen wurden mit dem Schimmel begründet. In der Folge wurden von den Befragten defekte Heizungen mit 29 Prozent und feuchte Wände mit 28 Prozent genannt. Durchzug wegen kaputter Fenster schlug mit 24 Prozent, Beeinträchtigungen durch Renovierungs- und Bauarbeiten mit 23 Prozent zu Buche.

Die Folgen einer Mietminderung sind sehr unterschiedlich. 54 Prozent der Mieter konnten sich über eine prompte Beseitigung der Mängel durch den Vermieter freuen. 18 Prozent der Befragten gaben an, dass die Schäden nicht beseitigt wurden, der Vermieter aber die geringere Mietzahlung akzeptiert hat. Durch einen Auszug haben 11 Prozent den Streit um die Wohnungsmängel beendet. Vor Gericht landeten Mieter und Vermieter in 10 Prozent der Fälle, und 7 Prozent der Mieter sagten, man habe ihnen auf ihre Mietminderung hin mit Kündigung gedroht.

Bedenklich stimmen auch die Angaben der Mieter, die noch nie die Miete gemindert haben. Gründe hätte es gegeben, doch viele Mieter wissen nichts über ihre Rechte. 7 Prozent hatten Angst vor einer Kündigung und setzen deshalb das Instrument der Mietminderung nicht ein.