Einkommensverteilung: Die eine Hälfte der Bevölkerung zahlt für die andere?

Freitag, 14. Mai 2010
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Im Großen und Ganzen kann in Deutschland davon ausgegangen werden, dass die eine Hälfte der Bevölkerung soziale Abgaben leistet, die der anderen Hälfte zu Gute kommen. Der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e. V., Kurt Lauk, erklärte dies auf einer Pressekonferenz.

Er geht davon aus, dass sich soziale Gerechtigkeit nicht erkaufen ließe und das Land weiter geschwächt werden, wenn die Leistungsbereitschaft immer weiter zurückginge, so, wie das momentan der Fall ist. Lauk pflichtete Kardinal Lehmann bei, der sagte, dass die Schwachen die Verlierer des Landes seien, weil sie auf die Hilfe des Staates in besonderem Maße angewiesen seien.

Die Politik nehme diesen Fakt bisher nicht ernst genug und daher komme sie um eine Überprüfung der Steuerpolitik und auch der Ausgaben des Staates nicht länger herum. Laut Lauk befindet sich Deutschland momentan in der Zwickmühle, dass das Land nur 212 Mrd. Euro einnehme, aber rund 215 Mrd. Euro ausgebe, wobei hier nur die Zinsen und der soziale Bereich eingerechnet sind. Die Schuldenbremse ließe sich so nicht anlegen.

Momentan würden nach Lauk zu viele Kräfte durch die internationalen Krisen und auch durch die Probleme Griechenlands gebunden. Arbeitnehmer fühlten sich so in einem Stillstand, zudem hätten sie den Streit zwischen der Schwarz-Gelben Koalition satt.

Seiner Meinung nach wären zum Beispiel die Beiträge zur Krankenversicherung, die von allen Bürgern in gleicher Höhe zu leisten wären, besser. Damit würde den steigenden Lohnkosten und somit dem Arbeitsplatzabbau vorgebaut.

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