Einsparungen bei Arzneimittelverordnungen

Samstag, 15. Mai 2010
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Viele Versicherte müssen sich an neue Arzneimittel gewöhnen, denn seit April dieses Jahres treten neue Rabattverträge in Kraft. Allerdings sind die meisten Bürger darüber nicht aufgeklärt worden, sie erfahren erst, wenn sie das Rezept in der Apotheke einlösen möchten, dass sie ein anderes Präparat bekommen sollen. Teilweise muss die gesamte Medikation umgestellt werden.

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Eine wichtige Anlaufstelle für diesbezügliche Informationen sind die Apotheken. Sie können den Patienten Fragen zu den Rabattverträgen beantworten, auch, ob pharmazeutische Bedenken bestehen oder es neue Regelungen zur Zuzahlung gibt. Die Krankenkassen wiederum sollten die Gründe für ihre Einsparungen offen legen. Sie sind den Versicherten gegenüber in der Verantwortung und müssen deutlich machen, warum die Umstellung nötig war.

Krankenkassen, die neue Rabattverträge abgeschlossen haben, sind zum Beispiel die AOK, die Techniker Krankenkasse und die GWQ Service Plus AG. Schon im Monat zuvor war es Spektrum K, das für rund 80 Krankenkasse neue Verträge angekündigt hatte.

Die Verträge selbst sind geheim, die Apotheken müssen aber den Austausch vornehmen. Die AOK gibt an, dass sie durch die Rabattverträge im Jahr 2010 mit 520 Euro Einsparungen rechnet. Nimmt man die Gesamtheit der gesetzlichen Krankenkassen, so wird mit einer jährlichen Einsparung von etwa einer Milliarde Euro gerechnet.

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