Einsparungen durch Generika

Montag, 24. Mai 2010
Anzeige

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) konnten im Jahr 2009 rund acht Milliarden Euro durch den Einsatz von Generika sparen. Generika sind preisgünstige Nachahmerprodukte von teueren Medikamenten der ursprünglichen Anbieter, die nicht mehr dem Patentschutz unterliegen.

Diese Summe wird sich stetig vergrößern, denn nach und nach laufen immer mehr Patente aus. Schätzungen zufolge werden die Einsparungen im Jahr 2015 knapp 11 Milliarden Euro ausmachen. Kumuliert werden die Entlastungen innerhalb der kommenden sechs Jahre rund 48 Milliarden Euro ausmachen. Weil die Erstanbieter aus Gründen des Wettbewerbs ihre Preise nach unten anpassen müssen, werden noch einmal rund 4,7 Milliarden Euro eingespart.

Bis zum Jahr 2015 wird es für 168 Substanzen keinen Patentschutz mehr geben. Im Jahr 2009 brachten diese Stoffe den Apotheken Umsatz von mehr als acht Milliarden Euro. Der Verband Pro Generika e. V. nutzte für seine Berechnungen die Zahlen verschiedener Dienstleister und Studien. Nach diesen unabhängigen Untersuchungen laufen in diesem Jahr die Patente von 26 Substanzen aus, so dass die Krankenkassen durch Generika um 228 Millionen Euro weniger belastet werden.

Nach entsprechenden Hochrechnungen wird sich diese Summe bis zum Jahr 2015 durch noch mehr auslaufende Patente vergrößern. Auch der verstärkte Durchsatz des Arzneimittelmarktes mit den Nachahmerprodukten wird dazu führen, dass die Summe auf 2,9 Milliarden Euro anwachsen wird. Hochgerechnet könnten die Entlastungen 8,8 Milliarden Euro in jedem Jahr erreichen. Die gesetzlichen Krankenkassen können durch die Generika in fünf Jahren um rund 52,7 Milliarden Euro entlastet werden.

Anzeige