Einigung über VISA Interchange-Gebühren

Donnerstag, 27. Mai 2010
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Visa Europe hat sich mit der Europäischen Kommission (EU) über die Gebühren für Debitkarten-Zahlungen im europäischen Wirtschaftsraum geeinigt. Gegen diese multilateralen Interchange-Gebühren (MIFs) hatte die EU ein Verfahren eingeleitet, das nun eingestellt wurde.

Zum Vergleich: Visa Kreditkarten

Der Kompromiss legt die gewichtete grenzüberschreitende MIF auf 20 Basispunkte fest, was einem Prozentsatz von 0,2 Prozent entspricht. Die Gebühren für die Debitkarten-Transaktionen werden für vier Jahre eingefroren. Die Deckelung gilt auch für nationale Debitraten. “Die Einigung über die Interchange-Gebühren von Debitkarten ist ein wichtiger Schritt zum Erfolg des einheitlichen Zahlungsraums in Europa (SEPA).” So stellt sich die Lösung für Peter Ayliffe, Präsident und Geschäftsführer von Visa Europe dar.

Durch diese Einigung können unsichere und ineffiziente Bargeldzahlungen durch die Debitkartenzahlung ersetzt werden. Das bedeutet Rechtssicherheit für die Industrie. “Visa Europe stellt nach wie vor sicher, dass Visa-Karten nachhaltige Vorteile für Konsumenten und Händler bieten”, so Peter Ayliffe.

Es besteht aber die Möglichkeit, dass die Einigung noch revidiert werden muss. Die Daten, die zur Berechnung der Gebühren herangezogen wurden, sind nicht vollständig. In der Einigung ist deshalb festgelegt, dass die Deckelung überprüft wird, wenn alle Daten vorliegen.

Die europäische Kommission hat bereits eine Studie beauftragt, mit der die Kosten für verschiedene Zahlungsmittel in Europa ermittelt werden sollen. Die Einigung über die MIFs zeigt deutlich, wie wichtig eine gemeinsame Methodik für den europäischen Raum ist, um Kosten einheitlich zu berechnen.

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