Krankenversicherte wollen keinen Preiskampf

Dienstag, 1. Juni 2010
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Eine Studie der BKK24 hat es an den Tag gebracht: Die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen haben kein Interesse mehr an deren Preiskämpfen. Bisher haben rund ein Prozent der Versicherten ihre Krankenkasse wegen eines erhobenen Zusatzbeitrages gewechselt. Doch die könnten ebenfalls ein “böses Erwachen” erleben, wenn die neue Krankenkasse auch die Beiträge erhöht.

Man zieht inzwischen andere Kriterien in Betracht. 55 Prozent möchten zusätzliche Angebote nutzen, für zehn Prozent sind Nähe zum Wohnort und Kundendienst wichtig, und für nur noch ein Drittel der Befragten ist einzig und allein der finanzielle Aspekt ausschlaggebend.

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Allgemein gesehen machen die finanziellen Aspekte aber nachdenklich. Die Gesundheitsausgaben pro Bundesbürger haben den stolzen Rekord von mehr als 3.200 Euro erreicht. Doch nur ganze 4,83 Euro wurden in die Vorsorge investiert, ein geradezu lächerlicher Betrag.

Doch das Bundesversicherungsamt schreitet beim geringsten Verdacht ein, dass es bei einem Angebot nicht um gesundheitliche Prävention, sondern um Werbung und Rekrutierung neuer Kunden geht. “Natürlich ist es übertrieben, wenn man seine Versicherten zum Anti-Stress-Kurs auf ein Kreuzfahrtschiff schickt,” räumt BKK24-Vorstand Friedrich Schütte ein. Doch sinnvolle Zusatzangebote zur Gesundheitsvorsorge müsse es weiter geben.

Dafür setzt er sich weiter ein. Ein lohnender Einsatz, wie die Bonusprogramme der BKK24 zeigen. Die Teilnehmer sind gesünder und verursachen jährlich 116 Euro weniger Kosten, obwohl sie Prämien ausbezahlt bekommen. Solche Angebote, die sowohl den Finanzen als auch der Gesundheit zugute kommen, müssen beibehalten werden.

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