Nachhaltigkeit geht bei deutschen Anlegern vor

Montag, 7. Juni 2010
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Im Auftrag von Union Investment hat das Markforschungsinstitut Forsa private Haushalte befragt, die über Geldanlagen verfügen. 500 Entscheider in den Haushalten zwischen 20 und 59 Jahren wurden zu ihren Anlagen befragt.

Nachhaltigkeit ist für die deutschen Anleger ein hohes Gut. Zwei Drittel der Teilnehmer würden zugunsten einer nachhaltigen Geldanlage auf höhere Gewinne verzichten. Vorrangig junge Anleger sehen große Vorteile in Anlageformen, bei denen nicht nur Sicherheit und Gewinn im Vordergrund stehen.

Zum Themen-Special: Geldanlage

Die Ausrichtung nach ökologischen und sozialen Kriterien ist ihnen genauso wichtig. Insgesamt aber haben solche Geldanlagen für 32 Prozent der Befragten große Attraktivität. Nur 27 Prozent konnten diesen Anlageformen nichts abgewinnen.

Es gab kaum geschlechtsspezifische Unterschiede. Nur das Alter der Befragten hat offensichtlich Einfluss auf die Einschätzung der nachhaltigen Geldanlagen. Die 20- bis 29jährigen hielten zu 45 Prozent nachhaltige Anlagen für interessant. Damit wird in dieser Gruppe der durchschnittliche Wert um 13 Prozent übertroffen.

Zum Vergleich: Festgeld

Erstaunlich war auch die hohe Zahl derer, für die hohe Renditen nicht alles sind. 63 Prozent der Teilnehmer würden der Nachhaltigkeit den Vorrang geben und sich mit kleineren Gewinnen begnügen. Nur eine Minderheit von 35 Prozent war dazu nicht bereit.

Daniel Günnewig ist der Leiter Produktmanagement bei Union Investment. Er fasst das Ergebnis der Umfrage zusammen: “Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung.” Das Thema wird weiter an Bedeutung zunehmen. Wenn Unternehmen nachhaltig wirtschaften, so gehen sie effektiver mit den Ressourcen um und sparen damit viele Kosten.

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