Doch keine Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Krankenversicherung?

Dienstag, 8. Juni 2010
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Einer aktuellen Studie des Arztbewertungsportals jameda.de zufolge sind gesetzlich Versicherte mit den deutschen Ärzten genauso zufrieden wie diejenigen, die in den Genuss einer privaten Krankenversicherung kommen. Dies gilt deutschlandweit – mit Ausnahme der Patienten im Großraum Berlin.

Die Studie wertete über 30.000 Beurteilungen der jameda.de-Nutzer aus. Bewertet wurden ausschließlich in Deutschland niedergelassene Ärzte. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Frage, ob deutsche Ärzte tatsächlich Unterschiede in der Behandlung von Kassen- und Privatpatienten machen.

Top-Krankenversicherungsschutz: Private Krankenversicherung

Das Stichwort von der „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ im Gesundheitswesen ist immer wieder in aller Munde, aber schließlich möchte jeder in Sachen Gesundheit optimal versorgt werden. Die Wahl des adäquaten Arztes und der richtigen Krankenkasse ist vor diesem Hintergrund elementar wichtig.

Insgesamt ist aber durchaus eine positive Tendenz zu verzeichnen. Die bewerteten Ärzte wurden von den Nutzern des Arztbewertungsportals durchschnittlich mit der Note 1,9 beurteilt. Dabei beurteilten die Privatpatienten ihre Ärzte nur marginal besser als die Kassenpatienten. In die Bewertung flossen beispielsweise Kriterien wie Behandlungserfolg, Aufklärungsumfang, Freundlichkeit und verfügbare Zeit des Mediziners sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ein. Für das oft geäußerte Vorurteil, Ärzte machen einen großen Unterschied bei der Behandlung von Kassen- und Privatpatienten gab es folglich keine Beweise.

Wichtige Zusatzleistungen: Krankenzusatzversicherung

Einzig im Großraum Berlin wurden die dort ansässigen Ärzte von den gesetzlich Versicherten fast eine Note schlechter bewertet als von den privat Versicherten. Während Privatpatienten mit ihren Ärzten überdurchschnittlich zufrieden waren, fiel die Bewertung der gesetzlich Versicherten weit schlechter aus.

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