Pkw-Maut: Regeln in Europa

Montag, 5. Juli 2010

Sommerzeit ist Reisezeit – und wer mit dem Auto in Europa unterwegs ist, wird in der Regel mit der Straßennutzungsgebühr konfrontiert, der sogenannten Maut. Insgesamt 17 europäische Länder verlangen von den Autofahrern Gebühren für die Benutzung der Autobahnen und Schnellstraßen. Damit Urlaubsreisende schon vor dem Reiseantritt wissen, was sie erwartet und in welchem Land wie viel Maut zu bezahlen ist, hat der ADAC eine aktuelle Übersicht über die Länder mit streckenbezogener Maut oder Vignetten erstellt.

So wird die Maut je nach Länge der befahrenen Strecke in den Ländern Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Polen, Portugal, Serbien und Spanien berechnet. Gezahlt wird dabei pro Kilometer, den man zurück gelegt hat.

Anders wird die Maut in den Ländern Bulgarien, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn berechnet. Hier gibt es unterschiedliche Zeitfenster. Vor allem die Jahresvignette hat sich in den Ländern Österreich, Schweiz, Tschechien und Ungarn deutlich verteuert.

Neben der Vignette und der streckenbezogenen Maut gibt es in vielen Ländern weitere Modelle in Form von einer Maut für die Nutzung von Brücken oder Tunnel oder für die Nutzung der Innenstädte.

Von „Schwarzfahren“ rät der ADAC allerdings dringend ab, denn das kann richtig teuer werden. Die Spanne ist hier je nach Land sehr unterschiedlich. In der Slowakei kann eine Strafe zwischen dem drei- und zehnfachen des üblichen Vignettenpreises liegen. In Österreich fällt eine Ersatzmaut von 120 Euro oder ein Bußgeld von mindestens 300 Euro an. In Slowenien werden bis zu 800 Euro fällig.

Die Vignetten für Österreich, Schweiz und Tschechien sind in den ADAC-Geschäftsstellen oder im Internet erhältlich.