Banken Stresstest liefert beruhigende Ergebnisse

Montag, 6. September 2010

Die Veröffentlichung der Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests wird von dem Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble, begrüßt. Sie sorge für mehr Vertrauen in die Banken, denn die Transparenz über die Solidität der Banken habe sich dadurch deutlich erhöht.

Ein sehr positives Zeichen sei, dass alle untersuchten deutschen Banken die Anforderungen auch bei einem massiven Einbruch des Wirtschaftswachstums erfüllten. Trotzdem bestehe aber weiter die Notwendigkeit, die Konsolidierung des Landesbankensektors voran zu bringen.

Die Veröffentlichung des Stresstests geht auf eine Vereinbarung der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zurück, die die Transparenz im europäischen Bankensektor erhöhten sollte. 91 Banken nahmen europaweit an dem Stresstest teil, sie bilden 65 Prozent des europäischen Bankenwesens ab. Deutschlandweit nahmen 14 Kreditinstitute an dem Stresstest teil.

Im Rahmen der Stresstests wurden drei hypothetische Szenarien entwickelt mit unterschiedlichen Auswirkungen einer wirtschaftlichen Entwicklung auf den Kapitalbedarf und die Gewinnerwartung der Banken. So unterstellen die ungünstigen Szenarien eine sehr ungünstige wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der gesamten EU, die insgesamt kaum wahrscheinlich ist.

Nach den Stresstests sind die europäischen Banken durchaus in der Lage, auch in Zukunft große Belastungen zu verkraften. Deutschlandweit wird auch bei Annahme eines massiven Wachstumseinbruchs die gesetzliche Kernkapitalquote von vier Prozent von keinem Institut unterschritten, sie liegt vielmehr bei fast allen bei über sechs Prozent.

Im Fall des Falles steht in Deutschland bis Ende 2010 der Finanzmarktstabilisierungsfonds zur Verfügung, aus dem möglicher Kapitalisierungsbedarf gedeckt werden kann um die Finanzstabilität weiter beizubehalten.