Dispozinsen deutscher Girokonten im Vergleich

Freitag, 1. April 2011
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Ein Dispokredit scheint eine bequeme Art zu sein, einen Kredit aufzunehmen – doch ein überzogenes Girokonto bleibt weiterhin eine teure Angelegenheit. Rund 11 Prozent Zinsen zahlt man als Kunde im Durchschnitt – eine Summe, die auch nach umfassender Kritik von Stiftung Warentest von sechs Monaten nicht maßgeblich gesenkt wurde. Und auch die Klauseln zur Anpassung des Zinses sind alles andere als kundenfreundlich und nachvollziehbar. So wurden dann auch deutschlandweit zehn Banken von der Verbraucherzentrale Bundesverband abgemahnt.

So liegt die Verbands-Sparkasse Wesel mit 15 Prozent an der Spitze, dicht gefolgt von der Sparkasse München mit 14,75 Prozent. Einer der besten Anbieter für Online Kredite, die Targobank, verlangt 14,7 Prozent für einige ihrer Konten. Das zumindest sind die Ergebnisse einer Stichprobe, die die Zeitschrift Finanztest unter 104 Banken durchgeführt hat.

Zum Vergleich: Kostenlose Girokonten

Annehmbare Dispozinsen sollten sich angesichts des derzeit niedrigen Zinsniveaus bei unter 10 Prozent bewegen. Doch dieser Wert wird nur von rund 50 Prozent der untersuchten Banken erreicht. Sie liegen einige Direktbanken ganz vorn wie die Deutsche Skatbank mit rund sechs Prozent oder die DAB Bank, die Dispokredite schon ab 6,95 Prozent anbietet. Banken, die für ihren Dispo mehr als 13 Prozent verlangen, haben in dem Test von Finanztest einen ganz eindeutigen Namen – „Abzockerbanken“.

Als einzige Bank gesenkt hat die Volksbank Mittelhessen ihren Dispo, so dass sie sich nun einen Platz weit vorn in der Tabelle ergattern konnte. Statt vorher 13 Prozent fallen jetzt nur noch 9,5 Prozent an. Besonders ärgerlich – seit dem letzten Test haben 13 Banken ihre Zinsen sogar erhöht, wie zum Beispiel die Postbank oder die Hamburger Sparkasse.

So weist Finanztest dann auch explizit auf den Umstand hin, dass die Banken trotz des niedrigen Zinses, den sie selbst für Kredite bezahlen, mit den Dispozinsen ihrer Kunden einen Verdient in Höhe mehrerer Millionen machen. Den ganzen Bericht finden Sie in der März-Ausgabe von Finanztest oder unter www.test.de/dispo.

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