Energie-Effizienz: Neubauten klar im Vorteil als Energiesparer

Freitag, 15. April 2011
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Wer sich für einen Neubau entscheidet, hat gute Chancen, seine Wünsche in Sachen Energie-Effizienz umzusetzen – er muss sich lediglich an die zunehmend strenger werdenden Vorgaben des Gesetzgebers halten. Bauherren sind hier gegenüber denjenigen, die lediglich modernisieren wollen, eindeutig im Vorteil.

Modernisierer müssen ihre Immobilie an energetische Standards anpassen – ein Vorhaben, das sehr aufwändig sein kann. Bauherren haben mit der Realisierung von Neubauten dagegen einige Vorteile. Sie können von Beginn an allerneueste Techniken für die Wärmedämmung einsetzen und damit vor allem Heizkosten sparen.

Doch ein wärmedämmendes Haus ist keine preiswerte Angelegenheit – pro Quadratmeter darf man rund 1.300 Euro ansetzen, was rund 30 Prozent über den Preisen für ein herkömmliches Niedrigenergiehaus liegt. Allerdings verbrauchen diese Immobilien auch deutlich mehr Energie – bis zu viermal so viel Energie wird im Vergleich zu den neuesten energetischen Maßstäben verbraucht.

So argumentiert dann auch die Bausparkasse BHW, dass sich in Anbetracht der langen Lebensdauer einer Immobilie eine Investition in Öko-Technologie der neuesten Generation in jedem Fall lohnt. Gleichzeitig werden solche Investitionen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit sehr zinsgünstigen Darlehen belohnt.

Entscheidet man sich bei einem Neubau für eine Heizungsanlage mit integrierter Solarwärme-Nutzung, muss der Anteil anforderungsgemäß mindestens 15 Prozent betragen. Ein Öl- und Gas-Brennwertkessel kostet ab 2.500 Euro aufwärts, in Kombination mit Solarkollektoren ergeben sich schon ab einer Fläche von zehn Quadratmetern Kosten ab 12.500 Euro. Bei Biomasse- und Erdwärmeanlagen liegen Holzpellet-Kessel im Trend, die ab etwa 10.000 Euro zu haben sind. Sie verwenden gepresste Späne als Brennstoffe, die deutlich günstiger sind als Öl und Gas. Auch Wärmepumpen sind einsetzbar, sie nutzen im Erdreich gespeicherte Energie. Ihre Kosten belaufen sich auf ca. 16.000 Euro.

Doch trotz dieser zusätzlichen Kosten bleiben die Nebenkosten langfristig günstig. In Anbetracht der kontinuierlich steigenden Kosten für Öl und Gas ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

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