Modebranche im Aufwind

Mittwoch, 23. Juli 2008
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Auch wenn die Wachstumsraten nicht mehr ganz so hoch sind wie in der Vergangenheit, zeugen sie dennoch von dem guten Zustand der Mode- und Luxusbranche. Dies ist das Ergebnis des Halbjahresberichts von Altagamma, Studienplattform für die Modebranche der Wirtschaftsuniversität SDA Bocconi und Ernst & Young. Der Bericht analysiert die Ergebnisse von über 36 an der Börse notierten internationalen Mode- und Luxusunternehmen mit einem Einzelumsatz von über 200 Millionen Euro und einem Gesamtumsatz von insgesamt 121 Mrd. Euro, darunter Kaufhäuser, Einzelhandel, Finanzkonglomerate und die Lederwarenbranche. Danach erhöht sich der Umsatz 2007 um 8% und macht damit einen Return on Investment von 16,2% aus. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich in anderen wichtigen Bereichen beobachten: edibta* 15,8%, ebit** 12,4%, Netto-Cash-Flow zum Umsatz 10,3%.

Einzelhandel und Lederwarenbranche führend

Das Wachstum wird durch die Eröffnung neuer Verkaufsstellen im Einzelhandel (+ 6,5% 2007) unterstützt. Von vier untersuchten Branchen erreichen Einzelhandelsketten den besten Return on Investment (18,5% gegenüber 16,7% Lederwaren, 8,6% Kaufhäuser und 8,2% für Finanzkonglomerate). “Für den Bereich Lederwaren zeigt die Analyse den höchsten Zuwachs der letzten Jahre. Unternehmen dieser Branche erzielten einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes durch den Verkauf im Einzelhandel und profitieren damit von Rentabilität, Cashflow und Umsatzwachstum”, erklärt Barbara Rovetta, Leiterin des Masters Fashion, Experience and Design Management (MAFED) der SDA Bocconi. „Zwischen 2001 und 2007 eröffneten auf den Großhandel ausgerichtete Unternehmen mehr Shops als auf den Einzelhandel konzentrierte Unternehmen. „Im Mode-einzelhandel wurde außerdem ein beeindruckender Anstieg der Verkäufe (+ 7,3%) registriert, der allerdings hauptsächlich durch neue Geschäftseröffnungen generiert wurde,“ erläutert Giorgio Brandazza, Professor für Strategie des MAFED. „Konfrontiert mit sinkender Rentabilität im Laufe der letzten drei Jahre, konzentriert der Modeeinzelhandel seine Anstrengungen auf die Verwaltung des Betriebskapitals sowie der Bestände.“

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