Altersvorsorge für Selbständige

Dienstag, 7. Oktober 2008
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Gerade für Selbständige ist die private Altersvorsorge eine sehr wichtige Angelegenheit. Im Gegensatz zu Angestellten oder Beamten müssen Selbständige ihre Rente in voller Eigeninitiative planen und finanzieren.

Die eigene Vorsorge steht bei vielen Selbständigen gerade in der Anfangsphase und Unternehmensgründung hinten an. Auch wenn Selbständige in der ersten Zeit auf regelmäßige Einzahlungen in eine der Altersvorsorgeprodukte verzichten, sollten die Möglichkeiten bereits vor der Gründung verglichen und künftige Kosten eingeplant werden. Grundsätzlich gilt dabei: Je früher sie mit der Vorsorge beginnen, desto länger ist die Ansparphase und umso kleiner die monatlich nötigen Beiträge.

Gesetzliche Rentenversicherung für Selbständige
Viele Selbständige haben vor der Gründung bereits als Angestellte gearbeitet und währenddessen in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Die Rentenansprüche, die man sich in der Zeit als Arbeitnehmer erworben hat, bleiben auch nach dem Wechsel in die Selbständigkeit erhalten.

Die gesetzliche Rentenversicherung steht Selbständigen auch weiterhin offen. Sie haben bei der gesetzlichen Rentenversicherung die Wahl, freiwillige Beiträge zu zahlen oder einen Antrag auf Pflichtmitgliedschaft zu stellen. Die Pflichtmitgliedschaft für Selbständige ist vor allem interessant, wenn man einen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente erwerben möchte. Die Voraussetzung wird erfüllt, wenn man in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Invalidität mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt hat.

Auch die freiwillige Mitgliedschaft kann sich lohnen, wenn Sie bereits langjährig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Nach 15 Jahren Mitgliedschaft – unter Anrechnung der bisherigen Einzahlungen – erwerben Sie einen Anspruch auf Leistungen der medizinischen Rehabilitation und auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wie zum Beispiel Fortbildungen oder Kuren. Der monatliche Mindestbeitrag liegt bei 79,60 Euro.

Rürup-Rente
Die Rürup-Rente ist ein staatlich gefördertes Altersvorsorgeprodukt, welches von diversen privaten Versicherungsunternehmen angeboten wird. Im Unterschied zur Riester-Rente, die durch staatliche Zulagen gefödert wird, können sie bei der Rürup-Rente von Steuervorteilen profitieren und die gezahlten Beiträge im Rahmen der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. Nachteilig ist, dass Vorsorgeaufwendungen nur bis zu einem bestimmten Limit geltend gemacht werden können. Da Selbständige zusätzlich hohe Beiträge für die Krankenversicherung aufwenden, kann der vermeintliche Steuervorteil stark gemindert werden.

Neben der gesetzlichen Rentenversicherung und Rürup-Rente stehen Selbständigen eine Vielzahl an klassischen privaten Altersvorsorgeprodukten zur Verfügung. Hierzu gehören Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Banksparpläne, Aktien, Fonds oder auch die eigene Immobilie. Insbesondere eine klassische Rentenversicherung bei einer Gesellschaft mit geringen Verwaltungsquoten bietet sich aufgrund der flexiblen Auszahlungsmöglichkeiten als ein Standbein an.

Welche Produkte und welche Gewichtung für ihre persönliche Situation sinnvoll ist, sollten sie im Rahmen einer persönlichen Beratung durch einen unabhängigen Finanzberater prüfen lassen.

Altersvorsorge für Selbständige im Vergleich

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