Zinstief: Wann gibt es bessere Zinsen für Tagesgeld und Festgeld?

Sonntag, 14. April 2013
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Über vier Prozent Zinsen für sichere Festgeldanlagen? Dies klingt für viele Kleinanleger derzeit eher nach einem unseriösen als nach einem tatsächlichen Angebot. Bei weniger als 0,6 Prozent durchschnittlichen Tagesgeldzinsen ist der auf Sicherheit bedachte Sparer derzeit der große Verlierer des historisch niedrigen Leitzinses. Oftmals liegen Fest-, Tagesgeld- und Sparbuchzinsen weit unter der momentanen Inflationsrate von zwei Prozent. Wer sein Geld sofort ausgibt, hat rein rechnerisch mehr davon, als wenn er es anspart.

1,46 Billionen Euro Sparvermögen zu mageren Zinsen
Als leidenschaftliche Sparer bekannt, verfügen die Deutschen laut einer Studie derzeit über 1,46 Billionen Euro Vermögen, welches Sie bei Sparkassen und Banken mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 0,83 Prozent zwar flexibel, aber eher weniger gewinnbringend angelegt haben. Trotz der niedrigen Zinsen erfreuen sich Sparbuch, Festgeld und Tagesgeld nach wie vor höchster Beliebtheit.

Null- und Negativzinsen sind unmöglich
Auch wenn es durchaus zu befürchten scheint, ist eine weitere Abwärtsentwicklung der Zinsen laut Finanzexperten ausgeschlossen. Dies liegt einerseits darin, dass Nullzinsen sich beispielsweise nur sehr schwer von den bestehenden Computerprogrammen der Sparkassen und Banken berechnen lassen und andererseits Negativzinsen das Image der Banken sehr schädigen würden.

Weiterhin gibt es durchaus noch vergleichsweise gute Zinsangebote. Vor allen Dingen Neukunden von Direktbanken können von diesen profitieren. Für einen gesicherten Zeitraum bieten diese teilweise Festgeld- und Tagesgeldzinsen in Höhe der Inflationsrate an. Filialbanken hingegen zeigen sich zumeist weniger anlegerfreundlich.

Flexibilität des Onlinebankings nutzen
Der Wechsel der Bank bereitet im Zeitalter des Direktbankings oftmals weniger organisatorischen Aufwand als viele Sparer glauben. Die Nutzung der besten Spar- oder Neukundenangebote ist für informierte Anleger quasi per Mausklick möglich und sollte zugunsten der eigenen Vermögenssicherung auch unbedingt genutzt werden.

Langfristig ein Zinshoch in Sicht
Auch wenn die Zinsen zur Zeit eher auf den letzten Tiefstständen stagnieren, so ist laut zahlreicher Wirtschaftsexperten langfristig ein Aufwärtstrend in Sicht. Aus diesem Grund ist es weniger ratsam für den Gewinn von wenigen Prozentpunkten Festgeldanlagen zu vereinbaren, die länger als zwei oder drei Jahre andauern.
Wer als sicherheitsbewusster Sparer weiterhin auf Tagesgeldkonten setzt, kann am ehesten von besseren Zinsen und Zinsangeboten profitieren. Auch die Nutzung von Tagesgeld-Angeboten außerhalb Deutschlands ist im Rahmen der Europäischen Union bedenkenlos möglich, da bis zu 100.000 Euro durch die gesetzliche, europäische Einlagensicherung abgedeckt sind.

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