Konto und Geldanlage: Das brachte der lange Winter 2012 / 2013

Sonntag, 5. Mai 2013
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Langsam ist er da: der lang ersehnte Frühling 2013. Nicht nur die Bauern und die Baubranche haben in den letzten Wochen sehr unter den Witterungsbedingungen gelitten. Laut Berechnungen der Deutschen Industrie- und Handelskammer hat die gesamte deutsche Wirtschaft aufgrund der beständig kalten Temperaturen und Schneefälle ungefähr zwei Milliarden Euro Verluste eingefahren.

Diese Entwicklung sorgt dieses Jahr wahrscheinlich für ein vermindertes bzw. stagnierendes Wirtschaftswachstum in zahlreichen Branchen und wirkt sich somit auch auf Kleinanleger und – aktionäre aus. Auch die regulären Privatkonten werden durch höhere Heiz- und Energiekosten seit Winterbeginn vergleichsweise stark belastet.

Besonders betroffene Branchen

Neben der Tiefbaubranche verzeichnet auch der Einzelhandel deutschlandweit Umsatzeinbußen im ersten Jahresquartal. Insbesondere in der Modebranche warten die Einzelhändler auf Käufer für die aktuelle Frühjahrs- und Sommerkollektion. Auch die Bau- und Gartenmärkte spüren deutlich den verspäteten Frühlingsanfang. Dieser schlug sich auch deutlich an den Aktienmärkten nieder und sorgte beispielsweise für eine Minuswerte bei der Lufthansa-Aktien, die zusätzlich durch die zahlreichen Streiks diesen Winter geschwächt wurden.

Die wenigen Gewinner der Eiszeit 2012/2013

Wer in seinem Anlageportfolio das Unternehmen K+S gewählt hat, kann sich freuen. Der Tausalz-Absatz war 2012/2013 rekordverdächtig und sorgte sogar im März für gute Gewinne. Diese konnten auch die Gewinneinbrüche im Düngemittelbereich mehr als ausgleichen und werden höchstwahrscheinlich für ein Plus im Jahresgewinn sorgen.

Weiterhin profitierten die Energieversorger deutlich von der verlängerten Heizperiode und der geringen Anzahl an Sonnenstunden in diesem Winter. Gemäß Expertenschätzungen fielen etwa 20 Prozent mehr Energiekosten an als im Vorjahr. Dabei reduzierten sich speziell die Gasreserven in Deutschland erheblich.

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