Flop Aktien 2013: Das erste Quartal 2013

Montag, 20. Mai 2013
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Die ersten drei Monate des Jahres 2013 sind schon wieder vorbei und viele Aktionäre schauen prüfend auf die vorhandenen Aktienentwicklungen. Obwohl das Jahr 2013 bisher trotz verlängertem Winter einen positiven Gesamteindruck hinterlässt, hat es schon bemerkenswerte Aktienflops hervorgebracht, wie die folgenden fünf Beispiele zeigen:

Erster Aktienflop: Evotec minus 14 Prozent

Zunächst mit sehr hohen Erwartungen hinsichtlich der Aktienentwicklung verbunden, hat das Biotechnologieunternehmen aus Hamburg bis April 2013 etwa 14 Prozent seines Aktienwertes verloren. Finanzanalysten zufolge lag dies unter anderem an überhöhten Marktprognosen für 2013. Zusätzlich haben sich weitere Einnahmequellen, wie die Meilensteinzahlungen bei Forschungserfolgen von kooperierenden Unternehmenspartnern geschmälert. Dies sorgte ebenfalls für Umsatzeinbußen.

Zweiter Aktienflop: Lanxess minus 17 Prozent

Dass das Automobilgeschäft schon seit Monaten schwächelt, ist vielen Börsenkennern bekannt. Diese Entwicklung wirkt sich auch deutlich, wie die Lanxess Aktie zeigt, auf angeschlossene Wirtschaftszweige aus. Der bisher sehr erfolgreiche Chemiekonzern hat die bestehenden Gewinnprognosen für 2013 deutlich reduziert und löste damit Aktienverluste um fast 17 Prozent aus. Einziger Lichtblick für die Lanxess Anleger: Die Dividende soll dennoch um einen Euro pro Aktie erhöht werden.

Dritter Aktienflop: Commerzbank minus 20 Prozent

Nicht die allgemein unsichere Wirtschaftslage, sondern eine unternehmerisch schwierige Entscheidung führte die Commerzbank im ersten Quartal 2013 ins Aktienminus. Der Aktienwert sank um ein Fünftel und auch eine Erholung ist angesichts zahlreicher Zukunftsfragen der Commerzbank noch nicht kurzfristig in Sicht.

Vierter Aktienflop: Salzgitter ebenfalls minus 20 Prozent

Wirtschaftlich gebeutelt durch die derzeitigen Entwicklungen in der Stahlindustrie und dennoch ein Hoffnungsträger für Anleger – so zeigt sich momentan das Unternehmen Salzgitter. Obwohl der in Deutschland zweitgrößte Stahlhersteller merkbar unter der schwierigen, gesamtwirtschaftlichen Lage leidet und im ersten Quartal 20 Prozent Verlust einfuhr, führen interne Restrukturierungspläne derzeit zu großen Hoffnungen bei Aktionären. Vor diesem Hintergrund erscheint es auch für viele Analysten als überaus spannend, inwieweit der derzeitig negative Trend sich zugunsten der Unternehmensgewinne 2013 wandelt.

Fünfter Aktienflop: Dialog Semiconductor minus 22 Prozent

Einen der höchsten Einbrüche musste im ersten Quartal 2013 der Halbleiterproduzent Dialog Semiconductor verkraften. Als Apple iPhone Zulieferer litt das Hightech-Unternehmen besonders unter den Apple-Absatzrückgängen. Schon 2012 verlor das Unternehmen etwa 30 Prozent seines Aktienwertes. Eine Erholung ist nicht in Sicht.

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