Sinkende Inflation: Angst vor Inflation nimmt ab

Montag, 22. Juli 2013
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Keine Angst mehr! – Optimismus durch sinkende Inflation
Mit gerade einmal 1,8 Prozent Inflationsrate wird die Angst vor Eurokrise und Inflation laut einer kleinen Studie im Sommer 2013 deutlich minimiert. Im europäischen Raum liegt die Inflationsrate mit 3,6 Prozent Teuerungsrate um die Hälfte höher.

Laut einer Untersuchung glaubt nur jeder dritte Privatanleger und Investor an eine steigende Inflation innerhalb der nächsten zwei Jahre. Ein Trend, der mittel- und langfristig für positive Wirtschaftszahlen sorgen kann. Verglichen mit den 1980er Jahren, in denen die Inflationsrate bei fast neun Prozent lag, wird die bestehende Inflationsrate auch von Wirtschaftsexperten sehr positiv bewertet.

Mythos Inflationsrate
Obwohl die Inflationsrate in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesunken ist, hat die Inflationsangst unter den Deutschen erst in den letzten Monaten abgenommen. Die Gründe hierfür sehen Finanzexperten unter anderem in der Finanzgeschichte Deutschlands, die problematische inflationäre Verhältnisse in den 1920er und 1940er Jahren nach sich zog.

So wie die oftmals gar nicht persönlich gelebte Geschichte die Einstellung zum Thema Inflations prägt, trug und trägt das “Alles wird teurer Gefühl” ebenfalls bei vielen Deutschen zur Inflationsangst bei. Es stimmt zwar, dass Grundlebensmittel wie Milch und Butter, tendenziell kostenintensiver geworden sind. Doch im Gegenzug sind beispielweise elektronische Geräte deutlich in ihrem Anschaffungspreis gesunken. Eine Entwicklung, die die steigenden Lebensmittelpreise hinsichtlich der Inflationsrate sehr gut ausgleicht.

Während die Inflationssorge in Deutschland nur minimal ist, ist sie in den Schwellenländern zur Europäischen Union sowie in den europäischen, wirtschaftlichen Krisengebieten (zum Beispiel Russland) durchaus berechtigt. Diese Entwicklung beobachten viele Verbraucher mit berechtigter Sorge, da sie gemeinsam mit einer Wirtschaftskrise in den USA eine theoretisch eine Weltwirtschaftskrise provozieren können.

Sinkendes Sparverhalten trotz sinkender Inflationsangst
Obwohl die sinkende Angst vor inflationären Verhältnissen Europa zu einem erhöhten Sparaufkommen führen sollte, ist dies gemäß einer Statistik in Deutschland nicht der Fall. Insbesondere jüngere Menschen zeigen laut Finanzexperten eine mangelnde Sparbereitschaft und investieren Ihr Geld lieber in eine angenehme Lebensgestaltung.

Die Sparbereitschaft in Deutschland zeigt sich darüber hinaus in Deutschland regional unterschiedlich. So liegt Baden-Württemberg mit über 70 Prozent Sparern in der landeseigenen Bevölkerung deutlich vor dem Bundesland Brandenburg, in dem nur jeder Zweite regelmäßig etwas Geld zur Seite legt. Im Europäischen Vergleich sparen die Deutschen jedoch überdurchschnittlich oft.

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