Geld 2015: Gesetzesänderungen im Jahr 2015

Dienstag, 24. Februar 2015
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Neues Jahr – Neues Glück. Alle Jahre wieder starten wir das neue Jahr mit guten Vorsätzen, neuen Wünschen, neuen Investitionen und neuen Vorstellungen, was wir in dem Jahr erreichen und umsetzen möchten. Doch was erwartet uns eigentlich für das neue Jahr 2015? Welche Gesetze werden sich im neuen Jahr ändern?

 

Mindestlohn

Bereits ab dem 01.01.2015 ändert sich der Mindestlohn. So tritt der flächendeckende, gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde in Kraft. Die Folgen dieses einheitlichen Mindestlohns bleiben abzuwarten. Im Dienstleitungsbereich wird mit einem steigenden Personalabbau als Folge des Mindestlohns gerechnet, während im Gastronomiebereich steigende Preise die Konsequenz dessen sein könnten. Eine monatliche Umfrage des ifo Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) ergab folgende Reaktionen der Unternehmen auf den künftigen Mindestlohn:

  • 26 Prozent der Unternehmen planen ihre Preise zu erhöhen
  • 23 Prozent der Unternehmen planen ihre Sonderzahlungen zu kürzen
  • 22 Prozent der Unternehmen planen Personal abzubauen
  • 18 Prozent der Unternehmen planen die Arbeitszeiten zu verkürzen
  • 16 Prozent der Unternehmen planen ihre Investitionstätigkeit einzuschränken

 

Krankenkassenbeiträge

Eine weitere Änderung ab dem 01.01.2015 betrifft die Krankenkassenbeiträge. Der Beitrag sinkt zukünftig von 15,5 % auf 14,6 % des Bruttoeinkommens. Mit jeweils 7,3% teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer diesen Beitragssatz. Von dem Versicherten selber können die Krankenkassen zukünftig einen prozentualen, variablen Zusatzbeitrag verlangen, der sich nach dem Einkommen des Versicherten rechnet. In diesem Fall wird Sie die Krankenkasse darüber informieren.

 

Garantiezins für Lebensversicherungen

Eine weitere Änderung ab dem 01.01.2015 betrifft den Garantiezins bei neuen Lebensversicherungen. Dieser sinkt von 1,75 % auf 1,25 %. Die Änderung betrifft neben den Neukunden jedoch auch Altkunden, die aus ihren Verträgen aussteigen möchten. Unter Umständen müssen Sie in diesem Fall mit Einbußen rechnen. Wie hoch diese Einbußen sein können, hängt jedoch ganz von der Finanzstärke des Versicherers ab. Informieren Sie sich daher im Vorhinein, damit Sie keine Verluste riskieren.

 

Briefporto

Bereits in den letzten Jahren mussten wir mit einer Erhöhung des Briefportos leben. So werden auch im kommenden Jahr, ab dem 01.01.2015, folgende Änderungen bei der Deutschen Post in Kraft treten:

  • Das Briefporto für einen Standardbrief erhöht sich von 0,60 Euro auf 0,62 Euro
  • Das Porto für einen Kompaktbrief bis 50 Gramm im nationalen Versand sinkt von 0,90 Euro auf 0,85 Euro

 

Elterngeld

Werdende Eltern sollen sich die Elternzeit zukünftig flexibler gestalten können, denn ab dem 01.01.2015 wird die neue Elterngeldreform wirksam.

  • Eltern, die sich nach der Geburt ihres Kindes für einen schnelleren Wiedereinstieg in das Berufsleben entscheiden, sollen stärker finanziell unterstützt werden.
  • Zukünftig können Eltern zwei der insgesamt drei Jahre Elternzeit, mit einer 13 Wochen Frist, auch zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes nehmen. Hierfür wird ab Mitte 2015 nicht mehr die Zustimmung des Arbeitgebers verlangt.
  • Ein längeres Elterngeld, mit einer Unterstützung von bis zu 24 Monaten, wird Eltern gewährt, die in Teilzeit arbeiten. Wenn beide Partner 25 bis 30 Stunden in der Woche arbeiten, kann zudem von einem Partnerschaftsbonus profitiert werden, der eine verlängerte Unterstützung von 4 Monaten gewährt.

eCall

Ende 2015 soll in jeden Neuwagen ein automatisches Notrufsystem (eCall) eingebaut werden. Hierbei handelt es sich um ein System, das beispielsweise bei einem Zusammenprall zweier PKWs, automatisch eine Telefonverbindung mit der Notrufnummer 112 herstellt und die wesentlichen Details des Unfalls sofort übermittelt. Das System kann zudem auch per Hand gestartet werden, sollte beispielsweise ein Unfall-Zeuge schnell Hilfe rufen wollen.

Kraftfahrzeug Anmeldung

Wer ein Kraftfahrzeug anmelden möchte kam bisher nicht ohne den Gang zu der Zulassungsstelle aus. Wer möchte, kann sich das Leben ab dem 01.01.2015 etwas vereinfachen, denn ab dem Zeitpunkt kann die Anmeldung auch über das Internetportal des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) online durchgeführt werden. Eine Einschränkung gibt es hier allerdings noch:

  • Voraussetzung, um die Anmeldung in dieser Form durchzuführen, ist ein QR Code, der ab dem 01.01.2015 verdeckt auf dem Nummernschild und in dem Fahrzeugschein aufgedruckt wird. Daher kann die Anmeldung auch nur mit Wagen durchgeführt werden, die diesen QR Code schon haben.

Schwarzfahren

Ab dem 01.01.2015 müssen Schwarzfahrer mit einem Bußgeld von 60 Euro, statt bisher 40 Euro, rechnen.

Welche neuen Regelungen und Gesetze im neuen Jahr 2015 auf uns alle zukommen – wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch in ein schönes neues Jahr 2015.

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