Entnahmedarlehen

Beim Entnahmedarlehen handelt es sich um eine spezielle Finanzierungsvariante, die man im Rahmen einer Baufinanzierung nutzen kann. Das Charakteristische des Entnahmedarlehens besteht darin, dass man hier Kapital aus einem bestehenden Altersvorsorgevermögen entnimmt, das man somit zu günstigen „Konditionen“ (zinslos) nutzen kann.

Auch im Rahmen der Riester-Förderung ist es inzwischen möglich, bestimmte Teile des angesammelten Kapitals bzw. auch die erhaltenen Zulagen in Form der Riester-Rente im Rahmen einer Baufinanzierung als Kapital einzusetzen, zumeist in Form der Tilgung eines bereits bestehenden Baudarlehens.

Alternativ kann man das für die Altersvorsorge angesammelte Kapital aber auch direkt als eine Art zinsloses Darlehen für Kosten verwenden, die durch den Bau oder den Kauf des Eigenheims entstehen können, ohne dass man dabei den Verlust der Riester-Zulagen befürchten muss.

Derzeit ist es möglich, dass man zwischen 10.000 und 50.000 Euro in Form eines Entnahmedarlehens in den Kauf oder den Bau einer Immobilie aus der bestehenden Altersvorsorge heraus investiert. Einzige Voraussetzung für dieses Entnahmedarlehen ist, dass es sich um eine selbst genutzte Wohnimmobilien in Deutschland handeln muss.

Das Kapital, welches man im Rahmen des Entnahmedarlehens aus dem bereits vorhandenen Altersvorsorge-Vermögen entnommen hat, muss man allerdings bis zur Fälligkeit des Sparplans wieder einzahlen, ansonsten würde man alle erhaltenen Steuervorteile und Zulagen an den Staat zurück zahlen müssen.

Auch wenn das Entnahmedarlehen ein zinsloses Darlehen ist, muss man natürlich bei diesem Vorteil auch den Nachteil sehen, dass man für den aus dem Altersvorsorge-Guthaben entnommenen Betrag natürlich keine Rendite mehr erhält (zum Beispiel Guthabenzinsen im Rahmen eines Banksparplans).

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