Festdarlehen

Bei dem Festdarlehen handelt es sich um eine spezielle Kreditvariante, die im Bereich der Baufinanzierung ihre Anwendung findet. Das Festdarlehen ist sicherlich vielen Personen auch als Endfälliges Darlehen bekannt.

Das Festdarlehen unterscheidet sich von einem „normalen“ Annuitätendarlehen dadurch, dass die zu erbringende Tilgungsleistung nicht sofort in das Darlehen fließt, sondern der Tilgungsanteil in Sparverträge wie Investmentfonds, Lebensversicherungen oder sonstige Kapitalanlagen investiert wird.

Das Festdarlehen ist Kreditnehmern zu empfehlen, die nicht selber in der finanzierten Immobilie wohnen möchten, sondern diese vermieten möchten. Bei der Vermietung der eigenen Immobilie bietet das Festdarlehen den Vorteil, dass die zu zahlenden Zinsen steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Steuervorteile sind bei Festdarlehen größer als bei einem klassischen Annuitätendarlehen, weil die Zinssumme in der Regel wesentlich größer ist und keine Tilgungsverrechnung stattfindet.

Zahlt man die Tilgung in eine Kapitallebensversicherung ein kann man zusätzlich noch davon profitieren, dass nach Auszahlung des Kapitals bei Vollendung des 60. Lebensjahres des Versicherten nur 50 Prozent der Erträge steuerpflichtig sind. Aus diesem Grunde kann man also beim Abschluss eines Festdarlehens gleich auf doppelte Art und Weise „sparen“.

Das Festdarlehen ist übrigens nicht mit dem Festzinsdarlehen zu verwechseln, denn dort handelt es sich um ein klassisches Annuitätendarlehen mit regelmäßiger Tilgung, wobei der Darlehenszinssatz für einen bestimmten Zeitraum festgelegt ist.

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