Baufinanzierung: Vollfinanzierung

Im Rahmen der Baufinanzierung kombiniert man oftmals verschiedene Darlehensarten, die dann zusammen den Finanzierungsbedarf ergeben. Grundsätzlich sagt man, dass bei einer Immobilienfinanzierung auch stets Eigenkapital des Kunden vorhanden sein sollte. Von der Höhe her gibt es hier keine festen Vorgaben, allerdings liegen die Durchschnittswerte in diesem Bereich zwischen 15-20 Prozent an Eigenkapital. Ein gewisser Anteil an Eigenkapital ist sehr sinnvoll, weil sich dadurch natürlich die monatliche Belastung in Form der Kreditrate reduziert.

Falls kein Eigenkapital vorhanden ist, spricht man von einer Vollfinanzierung, da die gesamte Kaufsumme des Hauses komplett über Fremdmittel in Form von Baudarlehen finanziert werden muss. Auch wenn zu einem gewissen Anteil an Eigenkapital geraten wird, so ist eine Baufinanzierung als Vollfinanzierung natürlich ebenfalls ohne Probleme möglich. Angenommen, ein Kunde hat ein monatlich frei verfügbares Einkommen von 1.500 Euro.

Wenn nun die Kreditraten für die Baufinanzierungsdarlehen zusammen im Monat 900 Euro bei vorhandenem Eigenkapital von 15 Prozent betragen würden, und ohne Eigenkapital eine Darlehensrate von 1.100 Euro auf den Kreditnehmer zukommen würde, wäre das in diesem Fall sicherlich kein Problem.

Ob eine Vollfinanzierung zu Problemen führen kann oder nicht, hängt also in erster Linie davon ab, ob die Kreditrate gut tragbar ist. Es gilt allerdings auch einige Banken, die keine Vollfinanzierung durchführen, und zwar aus dem Grunde, weil der Wert der Immobilie nur zu einem bestimmten Teil (zumeist bis zu 80 Prozent) durch Grundschulden abgesichert werden kann. Bei einer voll finanzierten Kaufsumme der Immobilien wären somit rund 20 Prozent des Darlehens nicht über Grundschulden abgesichert.

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