Wandelanleihen
Wandelanleihen nehmen eine Zwitterstellung zwischen festverzinslichen Wertpapieren und Aktien ein. Sie bieten zum einen die Sicherheit eines festen Zinsertrages, der zudem deutlich über den Zinssätzen für konventionelle Festgelder liegt, zum anderen bieten sie das gleiche Aufwärtspotenzial wie beim Kauf einer Aktie.
Jede Wandelanleihe wird dabei zuerst als Unternehmensanleihe emittiert. Ebenso wie klassische festverzinsliche Wertpapiere bietet die Anleihe einen festen Zinskupon, der jährlich fällig wird. Dieser Zinskupon ist abhängig von der jeweiligen Bonität des Unternehmens und daher meist deutlich höher als beim Festgeld. Zinssätze von 8-10% p.a. sind bei Wandelanleihen keine Seltenheit.
Erst am Ende der Laufzeit dieser Anleihe zeigt sich der eigentliche Unterschied: Das Unternehmen kann jetzt entscheiden, ob es dem Anleger den eingezahlten Nennbetrag überweist oder aber eine Auszahlung in Aktien vornimmt.
Letzteres wird vor allem dann der Fall sein, wenn die Aktie stark an Wert verloren hat. Dann erfolgt die Auszahlung mit der im Vertrag benannten Stückzahl an Aktien, wodurch Anleger Verluste erleiden können. Steigt die Aktie jedoch moderat oder entwickelt sie sich gar seitwärts, erhält der Anleger am Ende der Laufzeit sein Kapital zurück und erzielt zudem einen sehr hohen Zins.
