Immobilienfonds

Immobilienfonds sind Investmentfonds, die das Geld ihrer Anleger nicht in Wertpapiere wie Aktien anlegen, sondern die in Immobilien investieren. In der Regel erfolgt das Investment dabei in Gewerbeimmobilien wie Bürogebäude, Einkaufszentren und Lagerhallen, aber auch Altenheime, Krankenhäuser und größere Wohnkomplexe werden heute mittels Immobilienfonds finanziert. Die Mieteinnahmen dieser Objekte sind dann die Erträge des Fonds.

Man unterscheidet bei dieser Anlageklasse in zwei verschiedene Bereiche. Dies ist zum einen der offene Immobilienfonds, der von vielen Privatanlegern gern als Depotbeimischung genutzt wird. Wenn Sie diese Form der Immobilienfonds nutzen, haben Sie die Möglichkeit, täglich über Ihr Geld verfügen zu können. Zudem erzielen Sie hierdurch eine Risikostreuung, denn offene Fonds investieren in bis zu 100 verschiedene Objekte, wodurch Mietausfälle gut kompensiert werden können. Die Rendite dieser Fonds war in den letzten Jahren relativ stabil, sie lag zwischen 4-6%.

Im Bereich der Immobilienfonds können Sie aber auch geschlossene Fonds erwerben. Im Vergleich zum offenen Fonds investieren diese in nur ein einziges Objekt, zum Beispiel ein großes Einkaufszentrum in Berlin. Auch hier sind Sie an den Mieteinnahmen des Fonds direkt beteiligt. Durch die Spezialisierung auf ein Objekt sind die Renditeaussichten natürlich weitaus größer, doch auch die Risiken dieser Fonds sind nicht zu unterschätzen.

Sollte sich der Fonds nämlich nicht wie erwartet entwickeln, sind eventuell viele Mieter zahlungsunfähig oder kann das Objekt überhaupt nicht vermietet werden, drohen Verluste. Zudem sollten Sie bedenken, dass geschlossene Immobilienfonds langfristige Investments sind, deren Laufzeit bis zu 20 Jahre betragen kann.

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