Schiffsfonds

Der Begriff Schiffsfonds steht für geschlossene Fonds, die in den Bau oder den Kauf eines Schiffes investieren. Es kann sich dabei sowohl um ein Kreuzfahrtschiff als auch um ein Container- oder Tankschiff handeln.

Um das Schiff finanzieren zu können, wird von verschiedenen Anlegern Geld “eingesammelt”, welches dann investiert wird. Das Schiff wird im Anschluss daran jedoch von der Fondsgesellschaft nicht selbst genutzt, sondern an andere Unternehmen verchartert, oft sogar mit langjährigen Charterverträgen. Die Chartereinnahmen sind dann der Ertrag des Fonds, der bei 10-12% pro Jahr liegen kann.

In der Regel werden Schiffsfonds als geschlossene Fonds oder geschlossene Beteiligungen konzipiert. Ein Verkauf der erworbenen Fondsanteile ist somit nur am Ende der Fondslaufzeit möglich, da ansonsten die Finanzierung des Schiffes gefährdet wäre. Wollen Sie als Anleger vorzeitig verkaufen, können Sie dies nur über den Zweitmarkt tun, Abschläge auf den Kaufpreis sind dabei in jedem Fall zu beachten.

Somit sollten Sie Geld möglichst langfristig investieren können, wenn Sie in Schiffsfonds anlegen wollen. Auch sollten Sie beachten, dass Sie als Kommanditist und somit Teilhaber des Fonds sowohl an den Gewinnen wie auch an den Verlusten beteiligt sind. Neben hohen Renditeaussichten besteht somit auch das Risiko eines Verlustes.

In den letzten Jahren waren Schiffsfonds als Geldanlagemöglichkeit sehr beliebt, denn die hohe Nachfrage nach Schiffen sorgte für hohe Erträge. Diese Erträge sind zudem steuerbegünstigt, denn ihre Ermittlung erfolgt anhand der Tonnage des Schiffes. Durch die Tonnagesteuer verbleiben etwa 98% der Erträge, die als Einnahmen aus Gewerbebetrieb gelten, steuerfrei.

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