Pfandbriefe

Bei Pfandbriefen handelt es sich um Anleihen bzw. Schuldverschreibungen, die von so genannten Pfandbriefbanken herausgegeben werden. Dies können zum Beispiel Hypothekenbanken, Schiffsbanken, Pfandbriefanstalten und Landesbanken sein.

Banken können sich mit Pfandbriefen nur Geld leihen, wenn sie damit durch Sicherheiten gedeckte Kredite finanzieren. Der Pfandbrief-Typ entscheidet, welche Sicherheiten in den Deckungsstock einfließen:

Hypothekenpfandbriefe

Hypothekenpfandbriefe erhalten ihre Deckungsmasse aus der Vergabe von Krediten, die mit Grundpfandrechten an Immobilien besichert sind.

Öffentlichen Pfandbriefe

Öffentlichen Pfandbriefe wurden früher auch Kommunalobligation genannt. Ihre Deckungsmasse besteht aus Forderungen aus der öffentlichen Hand

Schiffspfandbriefe

Ähnlich wie bei den Hypothekenpfandbriefen erhalten Schiffspfandbriefe ihre Deckungsmasse aus Darlehensforderungen aus Schiffshypotheken.

Jumbo-Pfandbriefe

Als Jumbo-Pfandbriefe werden Pfandbriefe bezeichnet, deren Emissionsvolumen bei mehr als 1 Millarde Euro liegt. Diese erhalten ihre Deckungssumme ebenfalls aus einer der oben beschrieben Varianten.

Pfandbriefe gelten als sichere und ertragreiche Geldanlage. Renditen von über 5 Prozent sind bei langfristigen Pfandbriefen keine Seltenheit. Die in Umlauf befindlichen Pfandbriefe müssen sowohl in Höhe des Nennwerts als auch Barwerts gedeckt sein.

Im Bereich der Immobilienkredite gibt es Sicherheitsabschläge und Höchstgrenzen für die gewährte Hypothek. So können Kreditnehmer maximal eine Hypothek in Höhe von 60 Prozent des vom Gutachter ermittelten Immobilienwertes abzüglich Sicherheitsabschlag in Anspruch nehmen.

Auch wenn Pfandbriefe im Vergleich zu anderen Geldanlagen größere Absicherungen genießen, bleibt Anlegern ein Restrisiko. Im Rahmen der Bankenkrise hat sich gezeigt, dass auch Hypothekenbanken in Bedrängnis geraten können. Zudem kann der Wert des verpfändeten Objekts Schwankungen unterliegen.

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