Bauzins
Ein wesentlicher Faktor bei jeder Baufinanzierung ist natürlich der Bauzins. Von den Bauzinses ist es nicht selten abhängig, ob sich Kunden eine Baufinanzierung überhaupt leisten können oder nicht. Die Veränderung des Bauzinses während der Laufzeit des Baudarlehens kann sogar im negativen Fall dazu führen, dass die Kreditraten nicht mehr tragbar sind.
Grundsätzlich kann man beim Bauzins in der Regel unterscheiden, ob man dieses im Rahmen des Hypothekendarlehens für eine bestimmte Dauer festschreiben lassen möchte, was sich besonders in Niedrigzinsphasen empfiehlt, oder ob sich der Zinssatz ständig dem Markt anpassen soll (variabler Zinssatz). Insgesamt ist der Bauzins im Vergleich zu anderen Kreditzinsen, zum Beispiel denen bei Ratenkrediten, als sehr günstig für den Kreditnehmer zu bezeichnen. Während die Bauzinsen in Form der Hypothekenzinsen vor 10-15 Jahren (Mitte 90er Jahr) noch bei durchschnittlich 10 Prozent lagen, so liegt der Bauzins derzeit (Anfang 2009) nur noch bei rund vier Prozent, was gerade in der heutigen Zeit für viele Menschen das Finanzieren von Immobilie sehr attraktiv macht.
Bei einer durchschnittlichen Kreditsumme von 150.000 Euro macht ein Unterschied im Bauzins von nur einem Prozent anfänglich einen Zinsbetrag von ca. 1.500 Euro im Jahr aus, den man entweder mehr oder weniger zahlen muss. Während die Kreditnehmer vor 15 Jahren also für eine Kreditsumme von 150.000 Euro noch einen Bauzins von rund 10 Prozent zahlen mussten, was einer Zinsbelastung von jährlich 15.000 Euro zu Beginn der Rückzahlungdauer entspricht, würde man heute für die gleiche Darlehenssumme nur noch rund 6.000 Euro im Jahr zahlen müssen, was natürlich ein enormer Unterschied ist.
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